Gegen Bosnien-Herzegowina und Estland

Sechs Profis der MT Melsungen für EM-Qualifikation nominiert - Sie brauchen wieder einen Bus

MT-Sextett für Deutschland: (von links) Tobias Reichmann, Kai Häfner, Julius Kühn, Finn Lemke, Silvio Heinevetter und Timo Kastening. ARCHIV
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MT-Sextett für Deutschland: (von links) Tobias Reichmann, Kai Häfner, Julius Kühn, Finn Lemke, Silvio Heinevetter und Timo Kastening. ARCHIV

Sechs Profis des Handball-Bundesligisten MT Melsungen wurden für die nächsten EM-Qualifikationsspiele nominiert.

Kassel – Als die EM-Qualifikation im November 2020 mit den ersten Gruppenspielen eröffnet wurde, berief Handball-Bundestrainer Alfred Gislason sechs Profis des Bundesligisten MT Melsungen – ein Novum. Damals wurde für das MT-Sextett deshalb ein Kleinbus gemietet, damit es zum Lehrgang nach Neuss reisen kann. Wenn sich die DHB-Auswahl nun am Montag in Frankfurt trifft, dann werden die Melsunger Vertreter auch wieder ein größeres Fahrzeug benötigen.

Denn Gislason nominierte für die abschließenden Quali-Spiele in Bosnien-Herzegowina (29. April, 16.10 Uhr, ARD) sowie in Stuttgart gegen Estland (2. Mai, 18 Uhr, Sport 1) erneut sechs MT-Spieler.

Neben Silvio Heinevetter, Julius Kühn, Kai Häfner und Timo Kastening, die Mitte März an der erfolgreichen Olympia-Qualifikation in Berlin beteiligt waren, stehen nun auch wieder Abwehrstratege Finn Lemke und Tobias Reichmann im Aufgebot. Der Rechtsaußen hatte sich beim WM-Auftakt im Januar am Meniskus verletzt und musste daraufhin bei MT-Teamarzt Dr. Gerd Rauch operiert werden. „Ich freue mich, dass ich wieder spielen darf. Und ein Tapetenwechsel ist auch ganz gut“, sagt Reichmann.

Melsungens Kapitän Lemke hatte auf die Weltmeisterschaft verzichtet und war dann für die Spiele in Berlin nicht berücksichtigt worden. „Es wird anstrengend, aber ich freue mich auf die Woche“, sagt der 28-Jährige.

Zwar ist das deutsche Team schon für die Europameisterschaft im nächsten Winter in Ungarn und der Slowakei qualifiziert. Die anstehenden Partien bieten Gislason aber die Chance, sich für die Sommerspiele in Tokio einzuspielen. Und die Spieler wiederum haben die Gelegenheit, sich für einen Olympia-Platz zu empfehlen. Die Vorbereitung auf Tokio beginnt voraussichtlich am 5. Juli. 14 Akteure dürfen mit ins Olympische Dorf. 21 Handballer sind in der Lehrgangswoche dabei. „Ich bin froh, noch einmal mehr Spieler im Training sowie gegen Bosnien-Herzegowina und Estland sehen zu können“, erklärt Gislason.

Fehlen werden ihm die verletzten Johannes Bitter und Uwe Gensheimer, Hendrik Pekeler verzichtete aus gesundheitlichen Gründen. Für Bitter rückt der Wetzlarer Schlussmann Till Klimpke nach, für Gensheimer kehrt Rune Dahmke (Kiel) zurück.

„Ich erwarte, dass der Bundestrainer die Belastung ganz gut verteilen wird“, sagt Reichmann. (Björn Mahr)

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