MT-Rechtsaußen Johannes Sellin nach längerer Verletzungspause wieder fit – schon in Coburg dabei

Der Torjäger kehrt zurück: Sellin steht Samstag gegen Coburg im Aufgebot

Hat endlich mal wieder einen Ball in der Hand: Melsungens Rechtsaußen Johannes Sellin steht gegen Coburg am Samstag im Aufgebot. Archivfoto: Fischer

Kassel. Erst machte ihm eine Innenbandverletzung arg zu schaffen, dann zog er sich einen Muskelfaserriss in der Wade zu.

Nach der WM-Pause hatte Johannes Sellin, der Toptorjäger des Handball-Bundesligisten MT Melsungen, nicht oft Gelegenheit, sein Können auf der Rechtsaußen-Position zu demonstrieren. Jetzt ist der 26-Jährige wieder beschwerdefrei und nahm zu Beginn dieser Woche erstmals wieder am Mannschaftstraining teil. Einem Einsatz im Spiel am Samstag ab 19 Uhr beim HSC 2000 Coburg steht somit nichts im Wege. 

„Ich war nur ein bisschen müde nach der ersten Einheit“, sagt Sellin schmunzelnd. Allerdings war es für ihn auch ein gutes Gefühl, „endlich mal wieder einen Ball in der Hand zu halten“. Sein Programm der vergangenen Wochen sah zumeist so aus: Krafttraining, Laufen, Behandlung – und dann das Gleiche wieder von vorn.

So zaubert ihm der Blick auf die vielen Aufgaben im April ein Lächeln ins Gesicht. „Ich habe so lange nichts gemacht“, erklärt der Linkshänder, „von mir aus kann es nur noch heißen: Spiel, Spiel, Spiel.“ So viel anders ist die Situation auch nicht. Nach der Partie in Coburg wartet am nächsten Mittwoch das Heimspiel ab 20.15 Uhr gegen die Füchse aus Berlin. An den letzten beiden Wochenenden stehen die Europapokal-Halbfinalspiele gegen St. Raphael Var HB aus Frankreich auf dem Programm. Dazwischen geht es für die MT noch nach Minden.

Zunächst einmal richten die Nordhessen den Fokus auf das Gastspiel beim Schlusslicht in Franken. Vollkommen zurecht, nachdem die Melsunger völlig überraschend das Saisonauftaktspiel gegen den HSC mal richtig in den Sand setzten. Von der 20:25-Pleite erholten sich die Nordhessen erst nach einigen Wochen. Inzwischen steht die MT auf Rang neun. „Wir haben mehr Qualität und sind auf allen Positionen besser besetzt“, betont Sellin vor dem Gastspiel in der HUK-Coburg-Arena, „am Tabellenstand werden wir diese Aufgabe definitiv nicht bemessen.“

Die jüngsten Erfolge in der Liga gegen die TSV Hannover-Burgdorf und im EHF-Pokal gegen Cocks aus Finnland dürften den Melsungern weiter Auftrieb gegeben haben. „Unsere Abwehr steht ja schon lange wieder sehr stabil, aber nun wird auch unser Tempo- und Angriffsspiel wieder besser“, stellt Sellin, der vom Niederländer Arjan Haenen auf rechtsaußen zuletzt gut vertreten wurde, erfreut fest.

Vor allem freute sich der Ex-Berliner, der im Sommer zum HC Erlangen wechseln wird, aber über den Aufwärtstrend seines Kollegen und kongenialen Partners Michael Allendorf auf linksaußen: „Michi hat zu alter Stärke zurückgefunden. Seine Auftritte in der Hinrunde entsprachen so gar nicht seinem wahren Leistungsvermögen.“ Weswegen sich Sellin nun Hoffnungen macht, dass das Team noch mehr Gefahr über den Tempogegenstoß entwickelt: „Wir können nun verstärkt wieder über beide Seiten angreifen. Das macht uns noch schwerer ausrechenbar.“

Dass er als derzeitiger Sechster mit 139 Treffern nur 16 Tore hinter dem führenden Robert Weber vom SC Magdeburg liegt, interessiert ihn nicht wirklich: „Wichtiger ist mir, dass wir in der Tabelle noch einige Plätze gutmachen.“

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.