Handball Bundesliga

Melsunger Handballer erkämpfen bei Spitzenreiter Füchse Berlin ein 27:27

Unwiderstehlich: Melsungens Patrik Fahlgren fliegt der Berliner Abwehr entgegen. Foto:  Wollmann
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Unwiderstehlich: Melsungens Patrik Fahlgren fliegt der Berliner Abwehr entgegen.

Berlin. Würde die MT Melsungen nach dem Derbysieg gegen Wetzlar noch einen draufpacken können? Gegen den großen Favoriten aus Berlin? Beim Tabellenführer der Handball-Bundesliga? Antwort: Sie tat es.

Die Mannschaft von Trainer Michael Roth hat am Mittwochabend ein riesiges Ausrufezeichen gesetzt und bei den noch ungeschlagenen Füchsen nach einem 27:27 (15:16)-Unentschieden einen Punkt mitgenommen.

Dabei kamen die Nordhessen denkbar schlecht ins Spiel und lagen nach kurzer Zeit durch die Tore von Sven-Sören Christophersen und zweimal Denis Spoljaric bereits mit 0:3 zurück (2:28). Aber die Melsunger berappelten sich und blieben dank Kapitän Nenad Vuckovic und Spielmacher Patrik Fahlgren in Schlagdistanz. Dann spielte die Technik dem Roth-Team in die Karten. Beim Stand von 2:5 aus Melsunger Sicht gab die Anzeigetafel plötzlich ihren Geist auf. Die daraus resultierende Auszeit tat den Bartenwetzern offenbar richtig gut. Abermals der glänzend aufgelegte Fahlgren und danach Felix Danner brachten die Gäste auf ein Tor heran. Die MT war nun besser im Spiel.

Wie schon gegen Wetzlar ließ Roth seine Schützlinge in einer 5:1-Deckung agieren. Und die machten ihre Sache richtig gut. Melsungen bewegte sich mit dem Favoriten auf Augenhöhe, ließ ihn nicht davonziehen. Nur im Aufbau schlichen sich Fehler ein, sodass Berlin mehrfach zu leichten Toren kam und somit die Nase vorn behielt. Bis zur 27. Minute, als MT-Rechtsaußen Christian Hildebrand zum 14:14 ausglich.

Ausgerechnet dem Ex-Berliner Jonathan Stenbäcken gelang sogar die Führung, und als der bärenstarke Vuckovic das 16:15 aus MT-Sicht erzielte und den Halbzeitstand perfekt machte, staunten die 5363 Zuschauer in der Max-Schmeling-Halle nicht schlecht.

Gleich nach der Pause packten die Nordhessen in Person von Kreisläufer Danner noch einen drauf. Es begann ein offener Schlagabtausch. Melsungen legte vor - die Füchse zogen nach. Zwischenzeitig vergrößerte Danner mit seinem Treffer zum 20:18 den Abstand zu Berlin auf zwei Tore (41:58). Aber auch die Hausherren ließen nicht locker und blieben den Gästen auf den Fersen.

Die Roth-Truppe spielte wie aufgedreht. Vor allem Fahlgren brachte sein Team immer wieder in Führung. Nach seinem insgesamt sechsten Treffer zum 27:26 aus Melsunger Sicht in 58. Minute roch es nach einer Sensation. Könnte bei den Füchsen sogar ein Sieg herausspringen? Doch Berlins überragender Rückraumschütze Christophersen glich zum 27:27-Endstand aus.

Melsungen: Sandström, Appelgren, Stenbäcken 1, Mansson, Fahlgren 6, Schröder, Vasilakis 4, Hildebrand 2, Danner 4, Allendorf 5/2, Vuckovic 5

Von Steffen Wollmann

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