Handball-Bundesligist muss im Endspiel gegen Hamm gehörigen Widerstand brechen

MT setzt sich erst spät ab

Freie Bahn: MT-Rückraumstratege Philipp Müller (rechts) kommt hier vor Hamms Christoph Neuhold zum Abschluss. Foto: Hahn

Rotenburg. Der alte ist auch der neue Sparkassencupsieger. Die MT Melsungen hat sich im Finale des traditionsreichen Handball-Turnieres mit 38:30 (15:13) gegen den Überraschungsfinalisten ASV Hamm durchgesetzt. Es war überhaupt erst der zweite Gesamterfolg der Melsunger bei dieser Veranstaltung.

Die Nordhessen konnten sich in Rotenburg nicht nur über ein Preisgeld in Höhe von 3000 Euro freuen. Sie stellten in Neuzugang Finn Lemke auch den wertvollsten Spieler des Turniers. Grund zur Freude hatte aber auch der Außenseiter aus Westfalen. So wurde ASV-Schlussmann Felix Storbeck zum besten Torwart gewählt, Torschützenkönig wurde Lukas Blohme. Das unterlegene Team erhielt einen Scheck über 2000 Euro.

Hamm konnte aber nur deshalb so weit kommen, weil der HC Elbflorenz Dresden nach dem Vorrundensieg auf eine Halbfinal-Teilnahme verzichtet hatte. Die Sachsen hatten am Samstag vor heimischer Kulisse ein Testspiel gegen die Füchse Berlin.

Zweitligist Hamm wehrte sich im Finale tapfer. Trotz einer 3:2-Führung (8.) leistete sich die MT anfangs schon vier technische Fehler. Nach 18 Minuten lag der Favorit mit 7:9 hinten. Der ASV hatte innerhalb von fünf Minuten fünf Treffer in Folge erzielt.

Angeführt von Neuzugang Lasse Mikkelsen, der klug Regie führte und wiederholt Marino Maric am Kreis bediente, erarbeitete sich Melsungen bis zur Pause eine knappe Führung. Wie ernst Coach Michael Roth die Partie nahm, zeigte sich an seinem engagierten Auftreten an der Seitenlinie. Der 55-Jährige reklamierte vor 1000 Zuschauern so heftig, dass er eine Zeitstrafe kassierte (27.).

Bis weit in die zweite Halbzeit hinein hielt der ASV dem Druck Stand (18:22, 38.). Doch dann setzte sich der Erstligist kontinuierlich ab: über 26:21 (43.) bis auf 29:22 (48.). Höhepunkt des Spieles waren das Rückhand-Tor von Kreisläufer Marino Maric (21.) und der Treffer von Hamms Lars Gudat (55.), der ein Kempa-Anspiel verwertete.

Starker Mikkelsen

Von den MT-Neuzugängen überzeugten der Däne Mikkelsen und der montenegrinische Torwart Nebojsa Simic, der genauso wie Kollege Johan Sjöstrand insgesamt acht Würfe parierte. Zudem ließ Finn Lemke im Mittelblock nichts anbrennen und überzeugte auch als Torschütze.

Von Burghard Hauptmann

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