„Zwei wunderbare Linksaußen“

Handball-Bundesligist Melsungen verlängert Verträge mit Allendorf und Boomhouwer

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Weiter bei der MT: die Nummern 22 und 19, Michael Allendorf (links) und Jeffrey Boomhouwer.

Melsungen. Kassel. Der eine ist mittlerweile der drittälteste Spieler im Kader des Handball-Bundesligisten MT Melsungen. Der andere ist zwar erst seit zwei Jahren an der Fulda, hat sich aber schnell als wertvolle Verstärkung herauskristallisiert.

Nun steht fest, dass sich die beiden Linksaußen Michael Allendorf und Jeffrey Boomhouwer auch noch über den 30. Juni 2017 das MT-Trikot überstreifen werden. Allendorf verlängerte seinen Vertrag bis 2019, der niederländische Auswahlspieler bleibt auf jeden Fall bis 2018.

Aktualisiert um 17.30 Uhr

„Natürlich ist uns auch Kontinuität wichtig. Aber entscheidend ist zunächst: Bei beiden Handballern stimmt die Leistung“, erklärt Manager Axel Geerken. Dem kann Trainer Michael Roth bedenkenlos zustimmen: „Das sind zwei wunderbare Linksaußen. Es gab keinen Grund, sie nicht langfristig zu halten. Und Michi ist längst eine Institution bei der MT.“

Allendorf kam im Sommer 2010 aus Wetzlar nach Melsungen – knapp drei Monate bevor Roth den damaligen Coach Matjaz Tominec ablöste. „Der Verein ist für mich inzwischen eine Herzensangelegenheit“, betont der 29-Jährige, „als ich hierhin wechselte, sah es bei der MT ja nicht gut aus.“ Jetzt schicken sich er und seine Kollegen an, zum zweiten Mal innerhalb von drei Jahren Europapokal zu spielen.

Im vergangenen Herbst hatten die Rhein-Neckar Löwen Interesse an einer Verpflichtung des gebürtigen Heppenheimers bekundet. Er wurde als Ersatz für den Nationalmannschaftskameraden Uwe Gensheimer gehandelt, der ab der nächsten Serie in Paris tätig sein wird. „Ich denke, dass wir langfristig auch so erfolgreich sein können wie die Löwen“, sagt Allendorf, „insgesamt passt für mich hier viel zusammen.“ Er lernte auch seine Frau Natalie in Kassel kennen. Allendorf ist nicht nur torgefährlich, sondern besitzt auch diverse Qualitäten im Abwehrspiel. „Er ist der Clevere von uns beiden, meine Stärke sind die Tempogegenstöße“, verdeutlicht Boomhouwer, wie gut er sich mit seinem Mitstreiter auf der Position ergänzt. Eines seiner Ziele bei Melsungen sei es aber, mal die Nummer eins auf linksaußen zu werden.

Leidenszeit beendet?

Da sich Allendorf vor Silvester bei einem Lehrgang der Nationalmannschaft in Berlin verletzt hatte und wegen eines Sehnanbrisses sogar die EM in Polen verpasste, bekam der Holländer in den vergangenen Wochen viele Spielanteile. Die Leidenszeit seines Kollegen nähert sich nun dem Ende. Sollte Allendorf am Donnerstag Grünes Licht von Mannschaftsarzt Dr. Gerd Rauch bekommen, kann er sich ab Montag mit dem Team auf das nächste Bundesligaspiel am Sonntag, 17. April, in Kassel (Rothenbach-Halle) gegen HBW Balingen-Weilstetten einstimmen.

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