Sonntag gegen Magdeburg in Rotenburg

Handballkrimi in Melsungen: MT nach Siebenmeterwerfen im  Sparkassencup-Finale

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Melsungen. Das Spiel schien verloren. Als die Handballer der MT Melsungen im zweiten Halbfinale des Sparkassencups vor 800 Zuschauern in der Melsunger Stadtsporthalle gegen den TBV Lemgo mit 18:23 in Rückstand geraten waren, deutete nicht mehr viel auf einen Finaleinzug der Roth-Schützlinge aus. 

"Es sah nicht gut aus", bekannte MT-Regisseur Patrik Fahlgren. Doch er und seine Mitstreiter gaben nicht auf. Zwei Sekunden vor Ende markierte Fahlgren den 29:29-Ausgleich. Nach Siebenmeterwerfen siegte Melsungen mit 32:30. Wobei Johannes Sellin, Momir Rnic und Jeffrey Boomhouwer für die Melsunger getroffen hatten. 

Zudem parierten Mikael Appelgren und Nachwuchsmann Sebastian Ullrich je einen Siebenmeter. Der Ball von Lemgos Finn Lemke ging zum Abschluss an die Latte. "Nun wollen wir auch den Turniersieg", erklärte Fahlgren.

Im Endspiel am Sonntag ab 17 Uhr in der Rotenburger Göbel Hotels Arena wartet der SC Magdeburg, der sich zuvor gegen den Zweitligisten ThSV Eisenach knapp mit 32:30 nach regulärer Spielzeit behauptet hatte. Karten für das Finale sind noch in ausreichender Stückzahl an der Tageskasse erhältlich.

In der ersten Viertelstunde konnte sich weder die MT noch der TBV einen kleinen Vorteil verschaffen. Mal lag Melsungen mit einem Tor Abstand vorn, mal Lemgo. Doch nach der Hereinnahme des österreichischen Nationaltorwarts Thomas Bauer, der mehrere Chancen der MT zunichte machte, lief es aus Sicht der Ostwestfalen besser. Zudem brillierte teilweise Lemgos neuer Rechtsaußen Tim Hornke. So konnten die Hausherren von Glück reden, dass sie nur mit drei Treffern Differenz ins Hintertreffen geraten waren.

Auch in der zweiten Hälfte hatten die Roth-Schützlinge Mühe, mit den Gästen Schritt zu halten. Bezeichnend, dass der Rückstand bis zur 43. Minute auf 18:23 angewachsen war. In der Schlussviertelstunde konnten die Nordhessen den Abstand immer wieder verkürzen, eine Wende schien aber unerreichbar. Getragen von den restlos begeisterten Anhängern, schaffte aber Melsungen mit Toren von Michael Allendorf (mit neun Treffern bester Melsunger Werfer) und Fahlgren noch den Gleichstand.

„Ich bin dennoch mit unserem Auftritt zufrieden“, sagte Lemgos Trainer Niels Pfannenschmidt. (bjm)

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