Heimsieg gegen den Bergischen HC

Schnellcheck: MT siegt und ist wieder Tabellenzweiter

Engagiert an der Seitenlinie: Melsungens Trainer Michael Roth. Foto: Fischer

Kassel. Zumindest bis Sonntagnachmittag ist die MT Melsungen wieder Tabellenzweiter der Handball-Bundesliga. Unser Schnellcheck zum Heimspiel der MT. 

Das Team von Trainer Michael Roth bezwang am Samstagabend die Löwen des Bergischen HC 29:22(15:14). Am Sonntag kann Flensburg-Handewitt, das bereits eine Partie mehr ausgetragen hat, die Nordhessen vom zweiten Rang wieder verdrängen. 

Wie war das Spiel?

Wer einen einseitigen Verlauf der Begegnung erwartet hatte, sah sich getäuscht. Die Gäste aus dem Bergischen Land waren vom Anwurf weg ein unbequemer Gegner. Vor allem deren rechte Angriffsseite mit Maximilian Hermann und Arnor Gunnarsson bewies Klasse und sorgte dafür, dass sich die Hausherren im ersten Abschnitt nicht absetzen konnten. Allerdings stand die MT-Deckung auch nicht so sicher wie gewohnt. Immerhin entschärfte Schlussmann Johan Sjöstrand den einen oder anderen Ball.

Dagegen war das Angriffsspiel – gegen mitunter offensiv verteidigende Löwen – teilweise durchaus sehenswert. Nur beim 13:14 gerieten die Nordhessen mal in Rückstand. Mit der Pausensirene markierte Melsungens Mannschaftsführer Michael Müller aus durchaus schwieriger Position das 15:14.

Im zweiten Abschnitt bekamen die Schützlinge von Melsungens Trainer Michael Roth das Spiel besser in den Griff. Das spiegelte sich auch im Zwischenstand von 21:16 (zwei Tore nach Tempogegenstößen von Jeffrey Boomhouwer) wider (39.). In der 44. und 45. Minute baute Rechtsaußen Johannes Sellin mit zwei Treffern den Vorsprung auf 25:18 aus, den die Heimsieben eingermaßen souverän ins Ziel brachte. Auch wenn sich die Bergischen Löwen bis zum Schluss bissig zeigten.

War das Ergebnis gerecht?

Es war mit Sicherheit nicht das beste Saisonspiel der MT. Doch die Heimmannschaft hielt immer die Köpfe oben und wurde mit einem letztlich ungefährdeten Sieg belohnt.

Handball: MT Melsungen siegt gegen Bergischen HC

Wer war der Mann des Spiels?

Wenn man einen küren muss, dann kommt auf jeden Fall Torwart Johan Sjöstrand in die engere Auswahl. Der blonde Schwede steigerte sich von Sekunde zu Sekunde und war ein ganz starker Rückhalt.

Gab es einen besonderen Moment?

Absolut. Joachim „Jo“ Deckarm war unter den Zuschauern und wurde mit donnerndem Applaus empfangen, als ihn MT-Hallensprecher Bernd Kaiser vor dem Anwurf willkommen hieß. In den 70er-Jahren war der Rückraumschütze einer der weltbesten Handballer, ehe er nach einem schweren Sturz bei einer Partie in Tatabanya ein Schädel-Hirn-Trauma erlitt. Danach lag der Weltmeister von 1978 monatelang im Koma.

Worüber regten sich beide Seiten nach etwas mehr als 15 Minuten auf?

Alexander Herrmann vom BHC hatte zwar nach seinem Ausgleich zum 9:9 seinen Gegenüber Michael Müller zu Boden gestoßen. Doch bestraft wurde auch der MT-Kapitän. Die jungen Unparteiischen Jan Grell und Raphael Piper aus Kiel und Hamburg, beide Jahrgang 1990, stellten die beteiligten Akteure für jeweils zwei Minuten vom Feld.

Wie war die Stimmung in der Rothenbach-Halle?

2600 Karten hatte die MT im Vorfeld der Begegnung abgesetzt. Aber es wurden sogar 3136 Zuschauer – und die machten viel Stimmung auf den Rängen. Das war angesichts eines intensives Vergleichs auch absolut erforderlich.

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