Anwurf um 19.05 Uhr

Silvio Heinevetter gastiert mit MT Melsungen heute bei seinem Ex-Klub: Versöhnlicher Abschluss in Berlin?

Fertigmachen für das letzte Punktspiel des Kalenderjahres: (von links) Torwart Silvio Heinevetter, Co-Trainer Arjan Haenen und Chefcoach Roberto Garcia Parrondo. Im rechten
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Fertigmachen für das letzte Punktspiel des Kalenderjahres: (von links) Torwart Silvio Heinevetter, Co-Trainer Arjan Haenen und Chefcoach Roberto Garcia Parrondo. Im rechten

Handball-Bundesligist MT Melsungen bestreiten noch ein Spiel in diesem Kalenderjahr. Heute ab 19.05 Uhr gastiert das Team aus Nordhessen bei den Füchsen Berlin.

Kassel – Am 1. Oktober dieses Jahres erschien das Buch von Füchse-Manager Bob Hanning: „Hanning. Macht. Handball.“ Darin geht es in einem Kapitel ausschließlich um Handball-Nationaltorwart Silvio Heinevetter, der vor seiner Zeit bei der MT Melsungen über mehr als ein Jahrzehnt bei den Füchsen Berlin unter Vertrag stand. Es geht um Heinevetters Anteil am Berliner Erfolg, aber auch um dessen nicht ganz geräuschlosen Abschied aus der Hauptstadt.

„Bob hat mir das Buch zugeschickt. Wir haben danach ein bisschen darüber geredet, es ist alles entspannt“, sagt Heinevetter.

Heute ist der 37-Jährige mit der MT zum ersten Rückrundenspiel ab 19.05 Uhr (Sky) in der Berliner Max-Schmeling-Halle bei den Füchsen zu Gast. Heinevetter macht kein Geheimnis daraus, dass die Rückkehr an die alte Wirkungsstätte auch eineinhalb Jahre nach seinem Weggang immer noch etwas Besonderes ist: „Ich freue mich, ein paar alte Bekannte wiederzusehen, auf Spieler, auf Fans.“ Der erfahrene Torwart der MT sagt aber auch: „Es ist letztlich nur ein ganz normales Bundesligaspiel. Ich hoffe, dass es bis zum Schluss eng bleibt und uns ein versöhnlicher Jahresabschluss gelingt.“

Kurz vor den Feiertagen hatten die Nordhessen bei einem anderen Spitzenteam knapp, aber verdient verloren. In Flensburg unterlag die Mannschaft von Trainer Roberto Garcia Parrondo 24:27. Wofür nach Einschätzung Heinevetters unter anderem die hohe individuelle Qualität des schwedischen Mittelmanns Jim Gottfridsson verantwortlich war, der nicht nur acht Tore erzielte, sondern das Spiel seines Teams gekonnt lenkte.

„Gegen Berlin wird es nicht leichter“, warnt der Schlussmann und denkt dabei insbesondere an den dänischen Spielmacher Jacob Holm. Zudem haben die Füchse mit Fabian Wiede noch einen weiteren spielintelligenten Akteur im Kader – zuletzt stand der Linkshänder aber wegen muskulärer Probleme seinem Team beim unerwarteten 26:26 zu Hause gegen Balingen nicht zur Verfügung.

Füchse-Spielmacher: Jacob Holm.

Kurios: Melsungen bekommt es nun zum zweiten Mal in Folge mit einer Mannschaft zu tun, die zuvor gegen Balingen überraschend einen Punkt liegenlassen musste. Flensburg hatte bei den Galliern von der Alb nur 23:23 gespielt. „Solche Situationen erlebst du immer mal im Verlauf einer Saison. Das heißt nicht wirklich viel“, betont Heinevetter.

In der Hinrunde mussten sich die Melsunger mit ihrem damaligen Coach Gudmundur Gudmundsson in Kassel den Füchsen 25:33 geschlagen geben. „Jetzt spielen wir ganz anders in Abwehr und Angriff“, sagt Co-Trainer Arjan Haenen. Die MT tritt nach wie vor ohne die langzeitverletzten Andre Gomes und Finn Lemke sowie den an Corona erkrankten Linksaußen Michael Allendorf an. „Wir wollen jetzt noch einmal alles rausholen und mit einem Sieg in die Pause gehen“, hofft Haenen. Für Parrondo geht es nach der Partie direkt weiter. Er fliegt von Berlin über München nach Katar, wo der scheidende Auswahlcoach seine letzten Einsätze mit Ägyptens Nationalteam haben wird. (Björn Mahr)

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