1. Startseite
  2. Sport
  3. MT Melsungen

Vor MT Melsungen gegen Füchse Berlin - Milos Vujovic: „Simo liebt es, der Held zu sein“

Erstellt:

Von: Björn Mahr

Kommentare

19.08.2022, xfrx, Handball Testspiel, VfL Potsdam - Fuechse Berlin emspor, v.l. Milos Vujovic (Fuechse Berlin) (DFL/DFB
Linksaußen der Berliner: Milos Vujovic. © IMAGO/Jan Huebner

Das Heimspiel der MT Melsungen in der Handball-Bundesliga gegen die Füchse Berlin ist auch das Duell der Freunde Nebojsa Simic und Milos Vujovic.

Kassel – Blicken wir zurück: Am 20. Januar dieses Jahres gewannen die Handballer aus Montenegro in Budapest bei der Europameisterschaft 32:26 gegen die Weltklassemannschaft aus Kroatien und versetzten die Fans in ihrer Heimat in Ekstase. Zu den gefeierten Helden gehörten Torwart Nebojsa Simic und Linksaußen Milos Vujovic. Simic, der Schlussmann vom Bundesligisten MT Melsungen, wehrte 14 Bälle ab. Und sein Mitstreiter von den Füchsen Berlin steuerte sieben Treffer zum Erfolg bei.

„Wir haben einen wirklich guten Job gemacht. Da ist es doch klar, dass man oft an diese schöne Zeit zurückdenkt“, sagt Vujovic. „Aber wir können nicht nur in der Erinnerung leben. Wir hoffen, dass wir auch bei der nächsten WM überzeugen werden.“ Bis zur Weltmeisterschaft in Schweden und Polen sind es noch mehr als drei Monate. Bereits am Sonntag ab 14 Uhr gibt es für Simic und Vujovic aber beim Punktspiel der MT gegen die Füchse in der Kasseler Rothenbach-Halle ein Wiedersehen.

Die Faust geballt: Melsungens Torwart Nebojsa Simic (linkes Bild) trifft am Sonntag auf seinen Landsmann und guten Freund Milos Vujovic.
Die Faust geballt: Melsungens Torwart Nebojsa Simic. © ANDREAS FISCHER

Ihr Verhältnis ist von gegenseitigem Respekt geprägt. „Milos ist unglaublich schnell auf den Beinen und gibt immer alles. Nach einem Training bei der Nationalmannschaft fragt er mich, ob ich noch einmal für ein paar Würfe ins Tor gehe“, erklärt der Torwart von der MT. Vujovic betont: „Ich freue mich immer, ihn zu treffen und mit ihm Zeit zu verbringen. Simo ist immer für ein paar Scherze zu haben.“

Dazu muss man wissen, dass sich die beiden montenegrinischen Handball-Stars schon eine halbe Ewigkeit kennen und längst Freunde geworden sind. Seit der U16 sind die beiden 29-Jährigen Weggefährten. Es existiert im Netz ein Mannschaftsfoto, auf dem sie zusammen bei den Mittelmeerspielen der U18 in Simics Heimatstadt Bar zu sehen sind.

Vujovic stammt aus Cetinje – etwa 50 Kilometer von Bar entfernt. Der Ort ist Simic gut bekannt. Dort kam nämlich seine Frau Aleksandra zur Welt. Nach der Partie am Sonntag werden die beiden Montenegriner die knapp bemessene Zeit nutzen, um sich ein bisschen auszutauschen. Zunächst möchte Simic allerdings verhindern, dass die favorisierten Berliner zwei Punkte mitnehmen. „Es wird ein gutes Spiel. Für mich sind die Füchse eines von drei Teams, das um die Deutsche Meisterschaft mitspielt. Gegenüber der letzten Saison ist die Mannschaft noch stärker geworden“, warnt der Schlussmann. Die Gäste von Coach Jaron Siewert kommen mit der Empfehlung von 9:1 Punkten auf das Kasseler Messegelände.

Aufpassen müssen die Gastgeber insbesondere auf die schnellen Gegenstöße der Hauptstädter. Simic weiß nur zu gut, wie rasch Vujovic nach einem Ballgewinn seines Teams am gegnerischen Kreis zum Abschluss kommt. Der Linksaußen wiederum erkennt die Gefahr, die von einem glänzend aufgelegten Simic ausgehen kann. „Simo ist ein großer Kämpfer – speziell dann, wenn er sich gut fühlt, wenn er mit der Abwehr harmoniert, wenn die Stimmung in der Halle aufgeladen ist. Das ist schlecht für seine Gegner“, sagt der Berliner Vujovic. Und schiebt dann noch schmunzelnd nach: „Simo liebt es, der Held zu sein.“ Wie am 20. Januar. (Björn Mahr)

Noch ein Vujovic in der Bundesliga

Neben Melsungens Nebojsa Simic und Berlins Milos Vujovic prägt noch ein weiterer Akteur die Leistungen des montenegrinischen Nationalteams: Branko Vujovic. Der Halbrechte spielt seit dieser Saison bei der TSV Hannover-Burgdorf und war der Grund dafür, dass die MT vor zwei Wochen eine bittere 28:31-Schlappe gegen die Recken einstecken musste. Der Rückraummann traf in Kassel beim Debüt achtmal.

Auch interessant

Kommentare