Samstag geht’s gegen die MT

Rückraumschütze Schöngarth benötigt mit Lübbecke dringend Punkte

Zuletzt wechselhaft in seinen Leistungen: Jens Schöngarth, hier im deutschen Nationaltrikot, erwartet mit dem TuS N-Lübbecke am Samstag seinen ehemaligen Klub Melsungen. Fotos:  dpa/Fischer

Lübbecke. Achtmal gespielt, achtmal verloren und damit Tabellenletzter: Ganz fremd ist Jens Schöngarth vom TuS N-Lübbecke die aktuelle Situation nicht.

Im Herbst des Jahres 2010 stand der Handballer in Diensten der MT Melsungen und musste mit seinem damaligen Klub auch etliche Wochen warten, bis das erste Erfolgserlebnis in der Bundesliga unter Dach und Fach war. Als „ähnlich durchwachsen“ betrachtet der Angreifer die derzeitige Bilanz bei den Nettelstedtern, sieht jedoch einen klaren Unterschied zur Lage seinerzeit in Melsungen: „Bei der MT waren wir damals mit international erfahrenen Leuten gespickt, Mario Kelentric, Nenad Vuckovic, Savas Karipidis und so weiter.“

Auf einen Kader dieser Güte können die Ostwestfalen in diesem Spieljahr nicht zurückgreifen. So bleibt dem jungen Team auch am Samstag ab 19 Uhr nur die Außenseiterrolle, wenn die Melsunger in der Kreissporthalle Lübbecke zu Gast sind und den sechsten Sieg in dieser Serie anstreben. Warum es in Lübbecke noch nicht läuft:

PERSONELLE VERLUSTE

Unter den Abgängen in diesem Sommer waren Spieler, die in der Vergangenheit das Erscheinungsbild des TuS nachhaltig geprägt haben: Ales Pajovic (Karriereende), Frank Löke (Drammen/Norwegen) und vor allem Drago Vukovic, der beim Klassenkameraden Berlin angeheuert hat. „Man merkt extrem, dass Drago fehlt“, sagt Schöngarth. Zumal der kroatische Regisseur auch in der Deckung eine feste Größe war.

ABWEHRSCHWÄCHE

Lübbecke kassierte bislang die drittmeisten Treffer in der Klasse und steht bei einer Tordifferenz von minus 40 – das passt nicht zu den Ansprüchen des Traditionsvereins. „Wir kassieren zu viele Gegentreffer“, bedauert Nationalspieler Schöngarth, „zurzeit fällt nicht nur jeder Gang zum Training schwer, sondern auch jeder Schritt im Alltag.“

FEHLENDE ERFAHRUNG

Gerade im Rückraum mangelt es den Nettelstedtern an Routiniers. Torjäger Vuko Borozan ist 21, Trainersohn Tim Suton sogar erst 19. Dennoch rechnet sich Coach Goran Suton, in Nordhessen aus seiner Zeit als Trainer beim GSV Eintracht Baunatal bekannt und im Sommer aus Saarlouis zum TuS gewechselt, für die Partie gegen Melsungen etwas aus: „Melsungen ist verwundbar. Wir hoffen auf ein ausgeglichenes Spiel.“

LEISTUNGSSCHWANKUNGEN

In einigen Begegnungen waren die Lübbecker ganz knapp an einem Teilerfolg, in einigen Partien hatten sie wenig auszurichten. Auch Schöngarth zeigte sich mal von seiner besten Seite, mal auch nicht. „Ich fühle mich gut, komme aber noch nicht an die Leistungen des letzten Jahres heran“, bedauert der Hüne. Sein Trainer baut auf den früheren Melsunger: „Er besitzt genügend Qualität, um aus diesem kleinen Formtief herauszukommen.“

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