Viel Arbeit in Kleingruppen

Das Training dauert nun länger: So geht es weiter bei Handball-Bundesligist MT Melsungen

Sieht noch viel Arbeit für sein Team: Torwart Silvio Heinevetter.
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Sieht noch viel Arbeit für sein Team: Torwart Silvio Heinevetter.

Am Donnerstag steht das nächste Punktspiel für Handball-Bundesligist MT Melsungen auf dem Plan. Das Team von Trainer Roberto Garcia Parrondo gastiert in Göppingen. So ist die aktuelle Situation bei der MT.

Melsungen – Handball-Bundesligist MT Melsungen ist mit seinem neuen Coach Roberto Garcia Parrondo in die nächste Trainingswoche gestartet. Es klingt erst mal unspektakulär, für die MT-Profis hat sich aber schon einiges seit dem Amtsantritt des Spaniers geändert. „Es ist intensiv, aber machbar“, sagt Torwart Silvio Heinevetter.

Rechtsaußen Timo Kastening wird noch konkreter: „Unsere Hallenzeiten sind jetzt deutlich länger. Der Trainer hat klare Vorstellungen, seine Arbeit hat Hand und Fuß.“ Auch Manager Axel Geerken hat einen positiven Eindruck: „Roberto hat eine starke Ausstrahlung, und seine Souveränität überträgt sich auf die Mannschaft. Bei den Spielern ist schon ein großes Vertrauen spürbar.“

Melsunger Rechtsaußen: Timo Kastening.

Dass Parrondo zurzeit viel in Kleingruppen arbeitet, bewertet Kastening positiv: „Das lässt auch auf kurzfristige Erfolge hoffen.“ Bereits am Donnerstag bestreiten die Nordhessen ab 19.05 Uhr ihr nächstes Punktspiel bei Frisch Auf Göppingen. Noch drei Auftritte haben die Melsunger im Oktober: Am Donnerstag, 21. Oktober, empfangen sie den Bergischen HC, am Sonntag, 31. Oktober, steht die Begegnung bei Aufsteiger HSV Hamburg an.

Auch für den November gab die Handball-Bundesliga (HBL) schon einige Termine bekannt. So erwartet die MT am 10. November GWD Minden, und drei Tage später am Samstag, 13. November, stellt sich zu ungewohnter Zeit um 15.30 Uhr der TVB Stuttgart in der Kasseler Rothenbach-Halle vor. Am 21. November sind die Melsunger zudem in Leipzig gefordert.

Dazwischen ruht der Liga-Betrieb für einige Tage: Anfang November ist Länderspielwoche. Parrondo reist dann nach Ägypten, um sich mit der Auswahl der Nordafrikaner auf die Afrikameisterschaft im Januar vorzubereiten. Deutschland testet parallel zweimal gegen Portugal – erst am 5. November in Luxemburg-Kirchberg (20.15 Uhr, live bei Sport1), dann zwei Tage später noch einmal beim Tag des Handballs in Düsseldorf. Wer von den Melsungern dabei ist, steht noch nicht fest. Es dürfte aber ein Wiedersehen mit Vereinskollege Andre Gomes geben.

„So weit schaue ich nicht“, betont Nationaltorwart Heinevetter. Sein Fokus liegt auf den aktuellen Aufgaben: „Noch greift nicht jedes Rädchen ins nächste. Es ist wichtig, dass wir an jedem Tag unsere volle Leistung bringen.“ Zuletzt hatte es auch unter Parrondo Phasen im Spiel gegeben, in denen die Nordhessen unnötigerweise einiges liegen ließen.

Das Spiel über den Kreis, das unter Parrondos Vorgänger Gudmundur Gudmundsson immer seltener genutzt wurde, wird eine große Aufgabe für die kommenden Wochen. „Das Zusammenspiel müssen wir erst wieder entwickeln“, sagt Kastening. Arnar Freyr Arnarsson und Marino Maric müssen stärker eingebunden werden. Mit Youngster Rohat Sahin hat die MT noch ein Talent für diese Position in der Hinterhand. Neben Sahin brennt auch Nachwuchsspieler David Kuntscher auf eine Einsatzchance. „Beide arbeiten hart. Es wird passieren, dass sie eingesetzt werden“, sagt Heinevetter, der sich aufgrund seiner langen Erfahrung viel um die Förderung der jungen Spieler kümmert.

Ein Ziel der Nordhessen muss es auch sein, Elvar Örn Jonsson zu entlasten. Der Isländer ist sowohl im Innenblock der 6:0-Abwehr als auch als Regisseur in der Offensive gefordert. „Elvar bringt große individuelle Qualität mit, spielt aber viel für seine Nebenleute. Wir sind jetzt als Mannschaft gefragt, dass er seine Pausen bekommt“, betont Heinevetter. Umso mehr, als Hüne Finn Lemke voraussichtlich noch zwei, drei Wochen für den Innenblock ausfallen wird. Punktuell kann Domagoj Pavlovic aushelfen. (Björn Mahr)

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