MT-Spieler fiebert Partie heute in Lübbecke und der Geburt seines ersten Kindes in einigen Wochen entgegen

Spannende Zeit für Philipp Müller

Daumen hoch: Die beiden Rückraumspieler Philipp Müller (Mitte) und Nenad Vuckovic (rechts) stehen der MT voraussichtlich in Lübbecke wieder zur Verfügung, Links: Michael Müller. Foto: Fischer

Kassel. Für Philipp Müller sind es spannende Zeiten. Einerseits sportlich: „Wenn wir Samstag gewinnen, dann setzen wir uns erstmal oben in der Tabelle fest“, sagt der Bundesliga-Handballer der MT Melsungen vor der heutigen Partie (19 Uhr, Kreissporthalle Lübbecke) beim TuS N-Lübbecke. Zwar sind die Melsunger während der zweiwöchigen Wettkampfpause etwas zurückgefallen, nach Minuspunkten sind sie aber mit Berlin Zweiter.

Andererseits privat: Der 31-Jährige wird im Dezember zum ersten Mal Vater. Seine langjährige Freundin Katja Langkeit, früher unter anderem beim HC Leipzig aktiv, und er erwarten einen Jungen. „Wenn wir bis dahin nicht mehr verlieren“, erklärt der Innenverteidiger, „hätte ich freilich nichts dagegen. Aber schon in Lübbecke wird es ja schwer.“

Klar, die Ostwestfalen rangieren punktlos am Tabellenende. Wenn aktuell ein Team mit dem Rücken zur Wand steht, dann ist es der Renommierklub. „Wir wissen aus eigener Erfahrung, wie es ist, wenn es ums nackte Überleben geht“, sagt Nenad Vuckovic.

Der Mittelmann war 2010 dabei, als die MT mit 0:24 Punkten in die Runde gestartet wa – ehe Coach Michael Roth als Nachfolger von Matjaz Tominec die Wende einleitete. „Lübbecke will gegen uns den Bock umstoßen“, ist MT-Trainer Michael Roth überzeugt, „wir müssen mental voll da sein.“ Das heißt, dass seine Mannen endlich wieder die sich bietenden Chancen konsequent nutzen. Das war zuletzt nicht immer der Fall.

„Die Liga ist so spannend wie nie. Keiner weiß, was am nächsten Spieltag passiert.“

Philipp Müller

In der Vorbereitung auf die Begegnung musste Roth teilweise auf Nenad Vuckovic (Ellenbogenverletzung), Philipp Müller (Magen-Darm-Probleme) und Timm Schneider (Virusinfekt) verzichten. Seit Donnerstag sind sie wieder alle im Training. „Fit ist etwas Anderes“, sagt Schneider, „die Frage ist, wie lange die Luft da sein wird. Ich hoffe, ich kann dem Team eine gewisse Zeit helfen.“ Zumal er zurzeit neben Vuckovic der einzige etatmäßige Spielmacher im Aufgebot ist. Der Serbe brennt ebenfalls auf seinen Einsatz: „Wenn die letzte Trainingseinheit erfolgreich verläuft, bin ich dabei.“

In der Zeit, als Vuckovic sowie die beiden anderen Angeschlagenen fehlten, machte Roth aus der Not eine Tugend. Er ließ in Kleingruppen trainieren und legte den Schwerpunkt auf den Abschluss über die Außen – speziell für Johannes Sellin, Michael Allendorf, Jeffrey Boomhouwer und Christian Hildebrand. Diese sollen ihren Beitrag dazu leisten, dass die Melsunger ihren Schnitt halten und 28 Treffer pro Spiel werfen. Denn da die Fuldastädter selten mehr als 25 Gegentore kassieren, reicht eine Ausbeute in dieser Größenordnung im Regelfall zu zwei Punkten.

„Wir müssen hundertprozentig konzentriert sein“, sagt der wiedergenesene Philipp Müller und nimmt die Seinen in die Pflicht. Noch dazu, weil er und seine Kollegen auswärts unbesiegt bleiben wollen. In einer Liga, „die so spannend ist wie nie. Keiner weiß, was am nächsten Spieltag passiert.“

Von Björn Mahr

Schlagworte zu diesem Artikel

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.