Erlangen empfängt Melsungen am Mittwoch – Schon neun Punkte zu Hause geholt

MT zu Gast beim stärksten Aufsteiger

Das Duell der Kreisläufer: Für Erlangens Sebastian Preiß - hier links 2012 noch im Trikot des TBV Lemgo - und den Melsunger Felix Danner wird es morgen ein Wiedersehen geben. Archivfoto:  Fischer/nh

Melsungen/Erlangen. An Bewunderern mangelt es ihm nicht. „Der HC Erlangen ist eine Bereicherung für die 1. Bundesliga“, sagte Coach Alfred Gislason vom THW Kiel, nachdem der amtierende Handball-Meister in der Vorwoche so gerade mit 23:22 gegen den Aufsteiger aus Mittelfranken gewonnen hatte.

Und auch Trainerkollege Michael Roth, der mit der MT Melsungen am Mittwoch ab 20.15 Uhr (Arena Nürnberger Versicherung) in Nürnberg beim HCE antritt, zollt den Bergemann-Schützlingen Respekt: „Wer in Kiel fast einen Punkt holt, der besitzt Qualität.“

Was man über die Handballer aus Erlangen wissen sollte:

DIE BISHERIGE AUSBEUTE

Live dabei

Wir übertragen das Spiel am Mittwoch ab 20.15 Uhr auf Radio HNA

Mit 10:20 Zählern liegt die Sieben von Handball-Lehrer Frank Bergemann zwar nur knapp vor den Abstiegsrängen, ist aber der mit Abstand beste der drei Neulinge. Zu Hause eroberte er - genauso wie etwa Melsungen - neun Pluspunkte. Auswärts gab es zumindest ein sensationelles Remis in Berlin. „Wir haben eine gute Entwicklung und wollen uns in der höchsten Klasse etablieren. Dazu muss man auch bei Klubs erfolgreich sein, wo man nominell unterlegen ist“, erklärt Manager Stefan Adam. Mehr war in der Fremde auch nicht zu erwarten, weil die Mittelfranken schon bei allen Großen der Zunft ranmussten: Flensburg, Kiel, RN Löwen, Magdeburg, Göppingen und Hamburg.

DER BEKANNTESTE SPIELER

Nicht viele Klubs im Oberhaus haben einen Weltmeister in ihren Reihen - Erlangen schon. Kreisläufer Sebastian Preiß (33) war während seiner Zeit als Profi in Kiel (2001 bis 2005) und Lemgo (2005 bis 2013) eine feste Größe in der deutschen Nationalmannschaft und gehörte zu den Helden, die im Winter 2007 in Köln den WM-Titelgewinn feierten. Im vergangenen Sommer kehrte der gebürtige Ansbacher in die alte Heimat zurück, denn beim Vorgängerklub HG Erlangen war sein Stern aufgegangen. Zuletzt musste der Abwehrchef zwar wegen einer Oberschenkelzerrung pausieren, kann aber möglicherweise gegen Melsungen auflaufen.

DIE NEUZUGÄNGE

Sollte Preiß weiterhin ausfallen, muss am Kreis Stanko Sabljic (zuvor beim Bergischen HC) die Arbeit verrichten. Auf insgesamt vier Positionen erweiterte der HCE seinen Kader. Neben Sabljic kamen noch Nikolas Katsigiannis (Tor/von Balingen), Martin Stranovsky (Rückraum Mitte und Linksaußen/FC Barcelona) und Sigurbergur Sveinsson (Halblinks/Hafnarfjördur). „Katsigiannis ist eine Riesen-Verstärkung. Aber auch die anderen haben mittlerweile ihren Platz im Team gefunden“, lobt Manager Adam die Neuerwerbungen.

DIE HALLENSITUATION

Als die MT 2007 von der Spielstätte in Rotenburg nach Kassel umgezogen war, gefiel das nicht allen Melsunger Anhängern. „Bei uns verlief der Umzug recht unproblematisch“, betont Adam. Weil die Halle in Erlangen nicht erstliga-tauglich ist, muss der Klub nach Nürnberg ausweichen - kein Problem für die Menschen in der gleichnamigen Metropolregion. Teilweise in voll besetzten Shuttle-Bussen geht es in die benachbarte Großstadt. „Das Angebot in Nürnberg wird super angenommen“, meint Adam. Beim vergangenen Heimsieg über Wetzlar waren fast 3000 Besucher in der Arena. Ab 2017 bekommt Erlangen dann eine eigene neue Halle.

Von Björn Mahr

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