Handball-Bundesligist hätte für Topspiel 2000 Karten mehr verkaufen können –

Start in Melsunger Gipfelwochen: Auch der Bundestrainer kommt

Fast gewohntes Bild: Melsunger Spieler und Verantwortliche jubeln. Hier freuen sich (von links) Momir Rnic, Co-Trainer Mile Malesevic, Michael Müller, Michael Roth, Jeffrey Boomhouwer und Marino Maric. Foto: Schachtschneider

Kassel. Michael Roth ist lange im Geschäft. Der Trainer der MT Melsungen hat schon viel erlebt. Mit dem TV Großwallstadt gewann er in der Bundesliga einmal 17 Heimspiele in Folge. Mit solchen außergewöhnlichen Leistungen lenkt eine Mannschaft schnell das Interesse nicht nur einer ganzen Region auf sich. Nein, dann schaut ganz Handball-Deutschland auf einen.

So ist es jetzt bei der MT. In dieser Woche. In der nächsten. Und auf jeden Fall in all jenen, die bis Weihnachten folgen. Die Melsunger stehen vor den Gipfelwochen. Der erste von mehreren Höhepunkten ist das Heimspiel am kommenden Samstag ab 19 Uhr in der restlos ausverkauften Rothenbach-Halle in Kassel gegen die Rhein-Neckar Löwen. Das ist Tabellenzweiter gegen Spitzenreiter.

DIE VORFREUDE

„Wir freuen uns auf ein Riesen-Spiel“, sagt Roth, „ich sehe uns als einen Außenseiter mit Ambitionen.“ Die Ambitionen sind klar: Die MT will als erstes Bundesliga-Team in dieser Serie den Mannheimern ein Bein stellen. „Die Fans in Deutschland, einmal abgesehen von der Region Rhein-Neckar, werden uns die Daumen drücken“, ergänzt der Melsunger Erfolgscoach. Einen besonderen Druck erkennt Manager Axel Geerken für seine Mannschaft angesichts des immensen Zuspruchs nicht: „Das ist eher ein Kompliment für uns.“

DIE RESONANZ

4300 Zuschauer werden am Samstag eine stimmungsvolle Kulisse bilden. So viele Besucher zählte der Gastgeber seit dem Umzug Ende 2007 nur ganz selten. Bei der Premiere gegen den THW Kiel war die Halle bis auf den letzten Platz gefüllt, und in der Spielzeit 2014/15 meldete die MT bei den Duellen mit der SG Flensburg-Handewitt sowie mit Meister Kiel „ausverkauft“. Gegen die Löwen waren es in der Vorsaison immerhin 4135 Fans.

DIE ALTERNATIVEN

„Wir hätten garantiert noch 2000 Tickets mehr verkaufen können“, betont Geerken, „leider können wir die Anfragen etlicher Zuschauer nicht befriedigen.“ Wer keine Karte ergattert hat, kann die Partie auf Radio HNA verfolgen. Der Fernsehsender Sport 1 wird die Partie zudem im Internet ausstrahlen.

DER EHRENGAST

Einer, der sich diese Begegnung natürlich vor Ort ansehen wird, ist? Klar, der Bundestrainer. Dagur Sigurdsson nutzt die Reise nach Kassel auch, um in einer Pressekonferenz Fragen rund um das Nationalteam zu beantworten. Die DHB-Auswahl gastiert am Samstag, 9. Januar, in der Rothenbach-Halle für einen EM-Test gegen Island. Dafür gibt es nur noch wenige Restkarten. Immerhin: Für kommenden Samstag sind alle Tickets abgesetzt.

DIE WOCHEN DANACH

Nur vier Tage nach dem Gipfel wartet schon der nächste Kracher auf die MT: Gastspiel bei Meister Kiel. Am Mittwoch, 2. Dezember, kommt der HSV Hamburg nach Kassel, ehe Melsungen am 11. Dezember zum Derby in Wetzlar reist. Auch dann ist mit den Gipfelwochen nicht Schluss. Lediglich fünf Tage später steigt das Pokal-Viertelfinale. Wo? Genau, bei den Rhein-Neckar Löwen.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.