Melsunger Handballer wird für Junioren-Nationalmannschaft gesichtet

Talent Golla ist auf dem Sprung

Es geht nicht nur um Handball: Johannes Golla bereitet sich auch auf sein Abitur an der Melsunger Geschwister-Scholl-Schule vor. Foto:  Kasiewicz

Melsungen. Johannes Golla ist auf dem Sprung. Bei der MT Melsungen in den Bundesliga-Kader, mit dem er mittrainiert und einige Male auch schon bei Spielen auf der Bank saß. Und er ist auf dem Sprung in die Junioren-Nationalmannschaft U 20.

Derzeit ist das 18-jährige Handball-Talent in der Sportschule Warendorf bei einem Lehrgang. Dort sichtet das Trainertrio mit den 2007-Weltmeistern Markus Baur und Henning Fritz sowie dem einstigen Melsunger Zweitliga-Spieler Erik Wudtke die besten Perspektivspieler von vielen Erst- und Zweitligisten wie den Füchsen Berlin, Tus N-Lübbecke und SC DHfK Leipzig. Ihr Ziel ist die U-20-Europameisterschaft vom 28. Juli bis 7. August in Dänemark. Der Weg dorthin führt über ein Qualifikationsturnier im litauischen Garliava vom 8. bis 10. April. Gegen Russland (8. April, 16 Uhr MESZ), Kosovo (9. April, 14 Uhr) und Litauen (10. April, 14 Uhr) geht es für die Deutschen um einen der beiden ersten Plätze für die EM-Tickets.

Die Chancen für Johannes Golla sind gut, den Sprung in die DHB-Auswahl zu schaffen. Denn der Melsunger ist als Kreisläufer nicht nur Torschützenkönig der Junioren-Bundesliga West, sondern besticht auch durch große Qualität als Abwehrchef.

„Er ist eine Maschine“, sagt Trainer Georgi Sviridenko über Golla, den er auch im Oberliga-Team der MT einsetzt. „Die Größe und Robustheit von Johannes sind außergewöhnlich. Dazu kommen die tadellose Einstellung und der Ehrgeiz. Für sein Alter ist er erstaunlich professionell“, beschreibt Nachwuchs-Coach Philip Julius, der Golla im Jugendteam der mJSG Melsungen/Körle/Guxhagen betreut.

Zur sportlichen Dreifach-Belastung im Verein kommt für den 18-Jährigen nun auch noch die Abiturvorbereitung. Dennoch ist er gut drauf und sagt: „Das ist nicht immer einfach, vor allem, wenn zwei Spiele an einem Tag sind. Aber die Trainer achten darauf, mich nicht zu verheizen.“

Johannes Golla war aus Wiesbaden zur MT gestoßen. Sein Vater Peter spielte einst zweite Liga dort und heute Golf mit Trainer Michael Roth. In Melsungen lebt der Hoffnungsträger mit Vertrag bis 2018 in einer Talente-WG mit Florian Weiß, Jan Grolla und Maxim Schalles, die Bärbel Deutschmann betreut. Oft zu Hause freilich ist er nicht, sondern immer auf dem Sprung.

Von Gerald Schaumburg

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