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Teamgeist auf dem reißenden Fluss

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Da lachen sie noch: Die Melsunger Delegation mit Spielern, Betreuern und Drafting-Führern vor ihrem gemeinsamen Einsatz im Schlauchboot auf dem reißenden Fluss Salzeck. Von links, hinten: Colin Räbiger, Michael Müller, Christian Hildebrand, Michael Allendorf, Christ Zufelde, Felix Danner, Daniel Kubes, Malte Schröder, Trainer Michael Roth und Physiotherapeut Niko Siebert sowie (vorn) Per Sandström (halb verdeckt), Johannes Sellin, Philipp Müller, Mikael Appelgren und Fitnesstrainer Ludwig Anders. Foto: nh
Da lachen sie noch: Die Melsunger Delegation mit Spielern, Betreuern und Drafting-Führern vor ihrem gemeinsamen Einsatz im Schlauchboot auf dem reißenden Fluss Salzeck. Von links, hinten: Colin Räbiger, Michael Müller, Christian Hildebrand, Michael Allendorf, Christ Zufelde, Felix Danner, Daniel Kubes, Malte Schröder, Trainer Michael Roth und Physiotherapeut Niko Siebert sowie (vorn) Per Sandström (halb verdeckt), Johannes Sellin, Philipp Müller, Mikael Appelgren und Fitnesstrainer Ludwig Anders. Foto: nh

Kleinarl. Das Wichtigste vorneweg: Michael Roth hat nach eigenen Angaben „überlebt“. Und zwar die abenteuerliche Fahrt in einem Schlauchboot den reißenden Fluss Salzeck hinunter. Intensiver Kontakt mit dem sechs Grad kalten Wasser programmiert. Um nicht ganz unterzugehen beim Rafting, mussten die acht Bootsmitglieder unter der Leitung eines Führers ganz eng zusammenarbeiten. Das gelang. Am Ende „überlebte“ nicht nur der Trainer des heimischen Handball-Bundesligisten diese Teamgeist bildende Maßnahme, sondern auch die gesamte Mannschaft, die in drei Booten auf den Stromschnellen unterwegs war.

Eine gelungene Abwechslung im fünftägigen Trainingslager im idyllischen Salzburger Land, die eigentlich als Belohnung für die Erfüllung eines akribisch ausgearbeiteten Trainingsplanes im Zeichen der Grundlagenausdauer gedacht war. Wie auch eine dreistündige Mountainbike-Tour in den nahegelegenen Bergen, die es indes in sich hatte. „Das war eine ganz schöne Quälerei“, wusste der MT-Coach zu berichten. Und konnte somit zu den Zielkomponenten Ausdauer, Schnelligkeit und Kraft getrost auch noch Willensschulung hinzufügen. Die Plackerei begann für die Melsunger Spieler bereits um 7.30 Uhr mit einem 40-minütigen Vor-Frühstücks-Training, was für Morgenmuffel schon eine Herausforderung war. Es folgten zwei tägliche Trainingseinheiten von 10 bis 12 und 14 bis 16 Uhr. Mit Sprints rund um den Jägersee und Steigerungsläufen den Hausberg „Ennskraxn“ hinauf verabschiedete sich heute morgen die Delegation aus Nordhessen vom österreichischen Fremdenverkehrsort.

Trotz des geballten und schweißtreibenden Programms blieb Michael Roth noch Zeit für Einzelgespräche insbesondere mit seinen Neuzugängen Johannes Sellin und Colin Räbiger sowie Michael und Philipp Müller. „Das passt“, sieht er die Integration der Spieler auf gutem Weg, wobei sich die Müller-Zwillinge bereits um die gute Stimmung im Kader verdient machten. Auch ein gemeinsames Saisonziel sprang beim Trainingslager bereits heraus. „Besser als in der letzten Saison“ gab Aufsichtsratschefin Barbara Braun-Lüdicke vor, was Spieler und Trainer noch konkretisierten: Platz sechs bis neun und damit in die Nähe eines Ranges, der die Teilnahme am Europapokal ermöglicht.

Genaueres darüber können die Fans am Samstag erfahren, wenn sich der heimische Handball-Bundesligist erstmals der Öffentlichkeit vorstellt: Um 11.30 Uhr in Kassel, Obere Königsstraße in Kovacs Biergarten, sowie direkt anschließend um 13.30 Uhr auf dem Marktplatz in Melsungen.

Von Ralf Ohm

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