Erstligist in aller Munde - Geerken: Die erfolgreichste MT-Woche

„Telefon steht nicht still“

Gefragter Mann: Axel Geerken von der MT. Foto: Fischer/nh

Melsungen. „Das Telefon steht nicht mehr still.“ Axel Geerken, der Geschäftsführer des Handball-Bundesligisten MT Melsungen, ist zurzeit ein gefragter Mann. Ihn erreichen immer noch Glückwünsche, nachdem die MT erst mit dem 30:27 gegen Göppingen den Einzug ins Pokal-Halbfinale gepackt und dann dem Deutschen Meister THW Kiel in Kassel eine überraschende 29:30-Niederlage beigebracht hat.

Journalisten überregionaler Medien bitten um Interview-Termine. Außerdem wollen viele Anrufer von Geerken („Das ist positiver Stress“) wissen, wann der Vorverkauf für die Karten zum Final Four (siehe auch Hintergrund) beginnt und was zu beachten ist.

„Ich bin zwar noch nicht so lange in Melsungen, aber ich denke, dass die MT die erfolgreichste Woche in ihrer Vereinsgeschichte hinter sich hat“, erklärt Geerken, „eine Stimmung in der Form wie am Samstag habe ich noch nicht in der Halle erlebt.“

Als Linksaußen Michael Allendorf nach dem Schlusspfiff die Humba anstimmte, herrschte Gänsehaut-Atmosphäre auf dem Feld und auf den Rängen. Noch lange nach Ende der Begegnung standen die Anhänger an den Theken in der Rothenbach-Halle zusammen und stießen auf den Sensationssieg ihrer Mannschaft an. Sogar Trainer Michael Roth, seit ewigen Zeiten ein Mitglied der Bundesliga-Familie, konnte sein Glück kaum fassen, zum zweiten Mal innerhalb von eineinhalb Jahren gegen Kiel gewonnen zu haben.

„Es ist jetzt Michis Aufgabe, das Team in dieser Woche so zu beruhigen, dass auch der letzte weiß, dass für uns nicht das Final Four die nächste Station ist“, meint der Manager. Schon am Samstag ab 20.15 Uhr (Kassel) steht das Hessenderby gegen die HSG Wetzlar auf dem Plan. Bislang wurden dafür 2700 Tickets abgesetzt. Es dürften deutlich mehr als 3000 Zuschauer werden.

Für den gebürtigen Oldenburger Geerken, der mit seiner Familie in Dutenhofen lebt, ist es durchaus ein besonderes Spiel. Im Alter von 19 Jahren war der ehemalige Torwart zu den Mittelhessen gekommen. „Da werde ich viele gute Bekannte treffen“, freut sich der Geschäftsführer. Aber das macht er in diesen Wochen ständig. Denn Göppingen, Kiel und auch Gummersbach, wo die MT dann am 16. März ran- muss, sind allesamt Vereine, für die Geerken bereits tätig war.

Wichtiger als das Wiedersehen mit früheren Weggefährten ist ihm der Erfolg der Mannschaft. Den fünften Platz, der genauso wie ein Triumph in Hamburg die sichere Qualifikation für den Europacup bedeuten würde, hat Geerken noch nicht abgeschrieben: „Man sieht, wie schnell was passieren kann. Die Berliner waren sich im Dezember eigentlich sicher, dass sechs Zähler Abstand nach hinten reichen werden.“ Zumal den Füchsen am Samstag bei den Rhein-Neckar Löwen die nächste Pleite droht.

Von Björn Mahr

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