Sommerparty der MT Melsungen lockte 1000 Fans an

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Wer hat den härtesten Wurf?Die Sommerfestbesucherinnen Isabel Pfannkuche (links) aus Habichtswald und Bettina Henney aus Fuldabrück mit MT-Profi Finn Lemke beim Speedtest.

Kassel. Um 17.50 Uhr – so war der Plan – sollten die Handballer der MT Melsungen in ihrem schicken schwarzen Mannschaftsbus vor dem Autohaus Hessenkassel in der Leipziger Straße ankommen.

Wegen des hohen Verkehrsaufkommens zwischen Kreisel und Leipziger Platz verzögerte sich die Ankunft der Bundesliga-Profis um eine Viertelstunde. Der guten Stimmung tat dies keinen Abbruch.

Als Trainer Michael Roth und seine Spieler ausstiegen, bereiteten 1000 Fans und Freunde dem Team auf dem Gelände des neuen MT-Partners Glinicke einen begeisternden Empfang. „Mit so vielen Gästen haben wir nicht gerechnet“, erklärte Melsungens Manager Axel Geerken sichtlich zufrieden. Der dänische Neuzugang Lasse Mikkelsen fügte hinzu: „In meiner Heimat gab es bei einem Turnier mal ein paar Autogrammjäger. Aber das, was hier passiert, ist schon toll.“

Bevor die Profis auf Bällen, Trikots und Karten unterschrieben, wurden sie vorgestellt – immer die beiden Zimmerkollegen zusammen. Dabei bewiesen einige Spieler kömödiantisches Talent. Rückraum-Hüne Philipp Müller, der sich bei Auswärtsfahrten nun das Hotelzimmer mit dem flinken Linksaußen Jeffrey Boomhouwer teilt, stellte trocken fest: „Es ist ganz schön, mit einem niederländischen Akzent einzuschlafen.“

Viel los im Autohaus: Die MT-Profis (vorn von links) Philipp Müller, Timm Schneider, Trainer Michael Roth, Felix Danner, Jeffrey Boomhouwer, Michael Allendorf, Johan Sjöstrand, Tobias Reichmann, Michael Müller, Nebojsa Simic, Johannes Golla, Finn Lemke, Dener Jaanimaa, Lasse Mikkelsen, Arjan Haenen und Mile Malesevic.

Dem mochten einige Kollegen nicht nachstehen. Dener Jaanimaa berichtete von seinen Erfahrungen im Zimmer mit Felix Danner: „Felix ist ein ruhiger Typ. Er macht immer alles, was ich will.“ Dass der neue montenegrinische Torwart Nebojsa Simic nie um einen lockeren Spruch verlegen ist, ist bekannt. Das wurde auch bei der Sommerparty deutlich, als er die ersten Tage zusammen mit Timm Schneider Revue passieren ließ: „Timm und ich, wir spielen in unserer freien Zeit Playstation – und ich gewinne immer.“ Was Schneider aber postwendend richtig stellte: „Simo hat noch nicht ein einziges Mal gewonnen.“ Dafür bekam der Mittelmann von seinen Mitstreitern zustimmendes Nicken.

„Simo ist ein lockerer Typ. Das macht es leicht, ihn ins Team zu integrieren“, sagte Kapitän Michael Müller, „das sind alles gute Typen, die wir dazubekommen haben.“ Insbesondere die deutschen Nationalspieler Finn Lemke, Julius Kühn und Tobias Reichmann zogen die Blicke der kleinen und großen Fans auf sich. Lemke schaute beim Speedtest vorbei, warf ohne große Vorbereitung mal eben mit mehr als 50 km/h – und ließ sich dann für ein Erinnerungsfoto mit den Besucherinnen Isabel Pfannkuche aus Habichtswald und Bettina Henney aus Fuldabrück ablichten.

Das neue Trikot, für das am Donnerstag der Verkauf begann, fand gleich großen Absatz. „Einige Größen sind bereits vergriffen, wir nehmen jedoch auch weiter Bestellungen entgegen“, erklärte Sven Bertel vom Fanpoint Kassel, als der Andrang nachgelassen hatte.

„Es soll im nächsten Jahr eine Wiederholung von dieser Veranstaltung geben“, erläuterte Marcel Colmenero-Fernandez vom Autohaus Hessenkassel. Zusammen mit Alexander Kropf überraschte er MT-Maskottchen Henner mit einem Cabrio aus Stoff. Damit kann der Drache nun bei den Heimspielen über das Parkett flitzen.

„Wenn bei der nächsten Sommerparty auch das Wetter passt, ist es perfekt“, resümierte die MT-Aufsichtsratsvorsitzende Barbara Braun-Lüdicke. Der einsetzende Regen störte im Gegensatz zu der verspäteten Anreise des Teams wirklich.

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