Massive Corona-Probleme

Trainer Daniel Kubes nach dem WM-Verzicht der Tschechen: Es gab keinen anderen Ausweg

Tschechiens Nationaltrainer Daniel Kubes hier bei einem früheren Turnier.
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Leidet mit seiner Mannschaft: Tschechiens Trainer Daniel Kubes (hier bei einem früheren Turnier).

Tschechien zählt zu den etablierten Handball-Nationen. Schon bei vielen großen Turnieren war das Männer-Team am Start. Nun musste der tschechische Verband seine Teilnahme an der WM wegen mehr als zehn Coronafällen absagen. Wir haben darüber mit Daniel Kubes gesprochen.

Tschechien zählt zu den etablierten Handball-Nationen. Schon bei vielen großen Turnieren war das Männer-Team am Start. Nun musste der tschechische Verband seine Teilnahme an der WM wegen mehr als zehn Coronafällen absagen. Wir haben darüber mit Daniel Kubes gesprochen. Der frühere Melsunger Profi ist zusammen mit Jan Filip für die Auswahl Tschechiens verantwortlich. Beide hatten sich ebenfalls mit dem Virus infiziert.

Herr Kubes, kommt Ihnen Ihre Arbeit als tschechischer Nationaltrainer gerade nicht wie ein einziger Albtraum vor?

Wir hatten vor Silvester schon einen kurzen Lehrgang und noch ein Testspiel gegen die Slowakei. Bis dahin war alles okay. Die Situation in den vergangenen zwei Wochen war allerdings katastrophal. Wir hatten am Dienstag keine andere Wahl, als für die Weltmeisterschaft abzusagen.

Sie sind selbst an Corona erkrankt. Wie geht es Ihnen aktuell?

Physisch besser. Die Symptome gehen langsam zurück.

Die WM ist eine wichtige Bühne für jede Mannschaft. Wie sehr trifft die Absage den tschechischen Handball?

Das ist schon brutal für uns. Aber wie gesagt: Es gab keinen anderen Ausweg. Ich bin lange im Geschäft. Aber solch eine Situation habe ich noch nie erlebt. Wir müssen jetzt irgendwie damit klarkommen. Wir leiden natürlich sehr mit unseren Spielern. Ich hoffe, dass die Erkrankten alle schnell wieder gesund werden.

Wie sieht Ihre weitere Planung aus?

Ich bin noch nicht gesund, aber ich sehe mich auf dem Weg der Besserung. Ich hoffe, dass ich demnächst aus Tschechien zu meiner Familie nach Deutschland zurückkehren kann. Meine ganze Aufmerksamkeit gilt aktuell nur meiner Gesundheit.

Wie intensiv werden Sie jetzt überhaupt noch die Weltmeisterschaft verfolgen?

Die letzten Tage waren so intensiv, dass ich mir überhaupt keine Gedanken darüber gemacht habe. Wir hatten wirklich alles versucht, um ein Team zu stellen. Es war leider aussichtslos. (Björn Mahr)

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