Gegen Tatran Presov

EHF-Pokal: Melsungen mit besten Karten nach brillantem Erfolg

Dank an die Fans: Die Melsunger (von links) Momir Rnic, Patrik Fahlgren, Felix Danner, Michael Müller, Michael Allendorf, Assistenzcoach Mile Malesevic und Trainer Michael Roth nehmen die Ovationen der Anhänger auf der Stehtribüne entgegen. Foto: Fischer

Kassel. Die MT Melsungen hat das Tor zur lukrativen Gruppenphase im EHF-Pokal ganz weit aufgestoßen - mit einem 31:24 (17:11) gegen Tatran Presov.

Die MT ließ der heimische Handball-Bundesligist Tatran Presov abblitzen und fährt nun zuversichtlich zum Rückspiel am kommenden Samstag beim slowakischen Abonnementmeister. „Ein gutes Ergebnis, ein gutes Polster, aber keine Vorentscheidung“, bewertete MT-Trainer Michael Roth den klaren Erfolg.

Ein Anflug von Vorsicht klang trotzdem mit. Der Grund: Eine schlampige Verwaltung seiner Schützlinge des in der ersten Hälfte phasenweise brillant herausgespielten 17:11-Vorsprungs. „Da haben wir unkonzentriert gespielt und unsere Chancen nicht genutzt“, bekannte Kapitän Nenad Vuckovic.

Die Folge: Beim vierten von Tomas Urban verwandelten Siebenmeter zum 18:20 waren die Gäste, bei denen mittlerweile der Ex-Melsunger Alexandr Radcenko effektvoll das Zepter in die Hand genommen hatte, „dran“ (43.). Die Roth-Schützlinge wackelten, aber sie fielen nicht, weil Torwart Appelgren gleich viermal mit seinen Paraden den Anschlusstreffer verhinderte.

„Da fehlte uns die Qualität aus dem Rückraum“, ärgerte sich Tatran-Coach Peter David. Gemeint waren die Hünen Dajnis Kristopans und Oliver Rabek, die auch beim Zwischenhoch ihrer Mannschaft nicht auf Touren kamen. Und bereits vorher von der äußerst beweglichen und taktisch hervorragend eingestellten Melsunger 6:0-Abwehr an die Kette gelegt wurden.

Der Gastgeber leistete sich dagegen nur diese eine offensive Kunstpause. Und als der starke Michael Allendorf und der umsichtige Patrik Fahlgren wieder Fahrt aufnahmen, war‘s um Petrov geschehen. Das Duo erhöhte mit je zwei Treffern auf 24:18 (49.), ehe der agile Mario Maric den alten Abstand wieder herstellte (51. 25:19). Den die stürmisch gefeierten Roth-Schützlinge nun auch sicher ins Ziel brachten.

Ein leichtes Aufatmen war unter den 2517 Zuschauern (minus den 20 Fans aus Petrov) trotzdem zu vernehmen. Die mussten kurzzeitig zittern, nachdem sie noch vor der Pause in Entzücken versetzt worden waren, als ihre Mannen den Gegner phasenweise an die Wand spielten. Der brauchte sieben Minuten für sein erstes und zwölf Minuten für sein zweites Tor.

Da war die MT schon auf 6:2 davongezogen und ließ auch in der Folgezeit nicht locker. Regisseur Fahlgren entpuppte sich als Tempomacher und riss mit dem von ihm initiierten intensiven und druckvollen Laufspiel immer wieder Löcher in die überforderte Presover Deckung, in die vornehmlich Rückraumspieler Momir Rnic und Felix Danner stießen.

„Daran müssen wir auch in Presov anknüpfen“, sagt der Kreisläufer. Denn: „Entschieden ist noch nichts.“ Aber der erste Teil der „Mission Gruppenphase“ mit Glanz und Gloria sowie einem kleinen Wackler erledigt.

Von Ralf Ohm

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