Erste MT-Bilanz

Trainer Roth: Ein normaler Saisonstart für die MT Melsungen

Melsungen. Handball-Bundesligist MT Melsungen hat vier Punkte aus ersten fünf Spielen ergattert. Wir ziehen eine erste kleine Bilanz.

Das Auftaktprogramm hatte seine Tücken. Die ersten vier Partien des Handball-Bundesligisten MT Melsungen waren sogenannte 50:50-Spiele, Duelle mit Mannschaften auf Augenhöhe nämlich. So gesehen stellen die drei Punkte nicht unbedingt eine üppige Ausbeute dar, die aber dann durch ein unverhofftes Remis bei den Füchsen Berlin, immerhin der Champions-League-Halbfinalist der letzten Saison, veredelt wurden.

Also spricht MT-Trainer Michael Roth vor der Nationalmannschaftspause von einem „normalen Saisonstart“. Natürlich in der Hoffnung, dass sich sein Team auf dem zuletzt gezeigten Leistungsniveau einpendelt und ihre spielerischen Reserven abruft. Die gibt es noch in allen Mannschaftsteilen.

Torwart

Mikael Appelgren war sicherlich die Entdeckung der ersten fünf Spiele. Während die eigentliche Nummer eins, Per Sandström, noch um seine Form ringt, trumpfte der schwedische Neuzugang jeweils nach seiner Einwechslung groß auf. Im Derby gegen Wetzlar avancierte er gar zum Matchwinner und hielt im Berliner Fuchsbau den Punkt fest.

Kreis

Hier spielte Felix Danner trotz seiner Abwehraufgaben fast durch und verdiente sich durch starke Leistung seine Berufung in die A-Nationalmannschaft. An ihm kommt Anton Mansson nicht vorbei.

Außen

Mangels Alternativen musste Trainer Roth mit einer Flügelzange durchspielen. Bei Linksaußen Michael Allendorf zeigte die Leistungskurve zuletzt leicht nach oben, doch von seiner Nationalmannschaftsform ist er besonders im Abschluss noch etwas entfernt. Christian Hildebrand entpuppte sich auf rechts als solide Alternative zum verletzten Savas Karipidis. Beide Außen machten einen richtig guten Job in der Abwehr.

Rückraum

Das Melsunger Sorgenkind in den ersten Spielen, weil Spielmacher Patrik Fahlgren Anlaufprobleme hatte, ehe auch beim Schweden der Knoten platzte. Darauf wartet der Halblinke Grigorios Sanikis noch, der im Schatten von Nenad Vuckovic stand. Im Kommen ist Jonathan Stenbäcken, der sich seine ersten Meriten in der Abwehr verdiente. Weiterhin unersetzlich: Linkshänder Alexandros Vasilakis, dem Malte Schröder allenfalls in der Abwehr Verschnaufpausen ermöglichen kann.

Fazit

Während die Melsunger Abwehr durchweg stabil agierte, wobei auch die Rote Karte von Daniel Kubes weggesteckt wurde, lässt sich am Angriff sicherlich noch feilen. Besonders am Umschaltspiel mit entsprechender Feinjustierung der ersten und zweiten Welle. Gelegenheit, das erfolgversprechend in die Tat umzusetzen, haben die Bartenwetzer in den nächsten Wochen genug.

Von Ralf Ohm

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