MT trifft im EHF-Cup auf Skjern

Kassel. Der Gegner im Viertelfinale des EHF-Pokals steht fest: Der heimische Handball-Bundesligist MT Melsungen trifft auf die dänische Mannschaft Skjern Handball A/S.

Das ergab die Auslosung am Dienstag in Wien.

Michael Roth kann mit dem Los leben. „Egal wen wir bekommen hätten“, sagt der Trainer der MT Melsungen, „es wäre ein harter Gegner gewesen.“ So hat der heimische Handball-Bundesligist am Dienstag den Klub Skjern Handbold zugelost bekommen. Das heißt: Im Viertelfinale des EHF-Pokals geht es für die MT nach Dänemark.

Das Hinspiel ist für den 11. oder 12. April vorgesehen, das Rückspiel soll eine Woche später stattfinden. Anders als in der Qualifikationsrunde gegen Toulouse und Presov müssen die Nordhessen dieses Mal zuerst auswärts antreten, was die Sache laut Roth nicht unbedingt einfacher mache. „Ich hätte nichts dagegen gehabt, wenn erst das Heimspiel an der Reihe gewesen wäre“, sagt der MT-Trainer. Nach seiner Einschätzung sei es ein Vorteil, sich vor eigenem Publikum eine gute Ausgangslage zu schaffen.

Allerdings sieht der Handballlehrer auch positive Seiten. Erstens habe seine Mannschaft nun mehr Erfahrung auf internationalem Parkett. Und zweitens hätte sie im Rückspiel dann die Zuschauer hinter sich. „Da muss die Halle ein Hexenkessel sein“, fordert Roth. Auf jeden Fall erwartet er zwei schwere Spiele gegen den Fünften der ersten dänischen Division.

Artikel aktualisiert um 15.55 Uhr

Dabei wird es ein Wiedersehen mit Thomas Klitgaard geben. Der 37-jährige Kreisläufer, der von 2007 bis 2010 das MT-Trikot trug, spricht seinem Ex-Klub eine kleine Favoritenrolle zu. „Ich hätte die MT gern erst im Final Four getroffen. Ich denke, sie ist die beste von allen noch verbliebenen Mannschaften“, sagt Klitgaard. Der Reise nach Nordhessen blickt der Däne euphorisch entgegen. „Ich freue mich sehr auf das Wiedersehen mit all meinen Freunden dort.“

Weitere Bekannte im Team der Skandinavier sind die beiden dänischen Nationalspieler Kasper Sondergaard und Henrik Mollgaard. Die Melsunger sollten gewarnt sein. Schließlich hat Skjern in der Gruppenphase unter anderem die Füchse Berlin zu Hause geschlagen. „Das sagt einiges über die Stärke aus“, warnt Roth, der überdies noch einmal betont, dass das Finalturnier in Berlin am 16. und 17. Mai das große Ziel ist.

Außerdem gibt es diese Paarungen im Viertelfinale: Eskilstuna Guif (Schweden) gegen den HSV Hamburg und Gorenje Velenje (Slowenien) gegen Tvis Holstebro (Dänemark). Weil Berlin das Endrundenturnier ausrichtet, sind die Füchse direkt für das Halbfinale qualifiziert. Deswegen schied der schlechteste Gruppenzweite der vier Gruppen, das spanische Team aus Granollers, aus – und im Viertelfinale stehen somit nur sechs Mannschaften. Der MT kann das egal sein. Sie konzentriert sich jetzt auf Skjern.

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