Melsunger Handballer beweisen viel Herz - Schwierigkeiten im Aufbau

Trotz Niederlage: Moral macht Mut für Skjern

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Ein bisschen angefressen: Melsungens Michael Müller.

Kassel. Erst mal hatten sie frei. Der Donnerstag diente der Regeneration, um die 26:28 (10:15)-Niederlage vom Mittwochabend gegen den SC Magdeburg zu verarbeiten. Denn für die Handballer der MT Melsungen gilt: Nach der Bundesliga ist vor dem Europapokal.

Bereits am Sonntag um 16.30 Uhr empfangen sie das dänische Team aus Skjern zum Viertelfinal-Rückspiel. „Wir haben gegen Magdeburg eine tolle Moral bewiesen. Das macht Mut für Sonntag“, sagte MT-Trainer Michael Roth.

In der Tat zeigte seine Mannschaft gegen den Tabellenvierten viel Herz und bot eine tolle kämpferische Leistung – vor allem in der zweiten Halbzeit. Umso bitterer sei diese Niederlage, sagte Melsungens Michael Müller und fügte leicht angefressen hinzu: „Im ersten Durchgang haben wir viel zu wenig Chancen herausgespielt. Gegen Skjern müssen wir konzentrierter und effektiver sein.“

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Die Probleme 

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In der ersten Hälfte fand die MT kein Rezept gegen die kompakte und aggressive Deckung der Magdeburger. Regisseur Patrik Fahlgren fehlte an allen Ecken und Enden. Der Schwede, dessen Kreuzband gerissen ist und der nächste Woche operiert wird, unterstützte die Mannschaft vom Spielfeldrand aus – und wird dies auch am Sonntag tun. „Wir hatten Schwierigkeiten, im Angriff das Spiel zu steuern“, bilanzierte MT-Trainer Roth. So sahen 3116 Zuschauer in der Kasseler Rothenbach-Halle, wie die Gäste aus Sachsen-Anhalt immer wieder zu Konter kamen.

Das Aufbäumen 

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Nach 30 Minuten lagen die Melsunger 10:15 zurück. Fünf Tore also, die sie aufholen mussten – wie am Sonntag gegen Skjern. Das sei nur Zufall, versicherte Johannes Sellin. Der Rechtsaußen kam zur zweiten Hälfte und trug seinen Teil zur Aufholjagd bei. Die MT wehrte sich, sie bäumte sich auf, „aber letztlich haben wir die fünf Tore nicht aufgeholt“, fasste Sellin zusammen mit dem Zusatz, dass das aber nicht als schlechtes Omen gewertet werden solle. „Wir müssen diese Niederlage jetzt ganz schnell abhaken.“

Der Turbomann 

Als Michael Roth zu Beginn der zweiten Halbzeit Jeffrey Boomhouwer in die Partie schickte, ging die Post ab. Bereits nach fünf Minuten auf dem Parkett hatte der Niederländer dreimal zugeschlagen. Wie aufgedreht zündete der 26-Jährige über die linke Seite mehrfach den Turbo und brachte den MT-Anhang zum Jubeln. „Wir waren dicht dran. Aber wenn du die ganze Zeit dem Rückstand hinterherrennst, kostet das Kraft“, sagte Boomhouwer, der sich am Mittwoch für die Startaufstellung gegen Skjern empfahl.

Das Pech

„Unterm Strich ist das Ergebnis verdient“, sagte Roth. Der MT-Trainer haderte mit dem Glück. „Hier die Latte, da der Pfosten – wir hatten in manchen Situationen einfach Pech.“ Wenigstens kann er sich in diesen wichtigen Tagen auf die Einstellung seiner Jungs verlassen.

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