MT-Torwart Feshchanka: Zukunft in der 2. Liga?

Ein Bild fürs MT-Erinnerungsalbum: Torwart Vitali Feshchanka, der wie Landsmann Ivan Brouko keinen neuen Vertrag in Melsungen bekommt. Foto: Schachtschneider

Melsungen. Zwei Wochen im Hotel übernachtet, dann Quartier in einer Melsunger Wohnung bezogen - und in ein paar Wochen steht schon wieder der Auszug an. „So ist eben das Geschäft als Leistungssportler“, sagt Vitali Feshchanka.

Der erst im Februar vom DHC Rheinland verpflichtete Handball-Torwart erhält im Sommer keinen Anschlussvertrag bei der MT Melsungen. Aber kein Grund für ihn, jetzt Trübsal zu blasen.

„Ich hatte damals schon gehört, dass Melsungen an Per Sandström interessiert ist“, erklärt der 37-Jährige. Da nicht nur Sandström aus Hamburg kommt, sondern auch Kapitän Mario Kelentric noch ein Jahr bleibt, war im Kader kein Platz mehr frei für einen weiteren Schlussmann.

Seine Entscheidung, aus Dormagen wegzugehen, hat Feshchanka nicht bereut - auch wenn er dort in den letzten Wochen bestimmt mehr Spielanteile gehabt hätte als jetzt bei der MT: „Beim DHC weiß doch niemand, wie es weitergeht - ohne eine Lizenz für die 2. Liga.“

Wohin es den Ex-Nationalspieler nun verschlägt? „Wahrscheinlich in Richtung 2. Bundesliga“, sagt Feshchanka. Vielleicht zurück an den Rhein, wo Ehefrau Ina und Tochter Alina nach wie vor leben.

Auf jeden Fall bis zur Vollendung des 40. Lebensjahres will der 1,98 m große und 115 kg schwere Weißrusse noch die gegnerischen Schützen zur Verzweiflung treiben. Dass er immer noch ein Klasse-Torwart ist, bewies er bei einigen Einsätzen für Melsungen. „Die zweite Halbzeit gegen Großwallstadt hat mir gut gefallen“, sagt Feshchanka auf seine für ihn typische humorige Art. Beim 33:28-Heimerfolg gegen die Mainfranken wurde der frühere Schlussmann des spanischen Spitzenklubs Portland San Antonio eingewechselt und hielt neun von 21 Würfen. Zurzeit stehen 196 Paraden für Feshchanka zu Buche - 41 davon aus seiner MT-Zeit.

„Für meine Anteile, die ich bekommen habe, ist das okay“, sagt der erfahrene Torsteher, dem sein Einstieg durch das Wiedersehen mit alten Bekannten erleichtert wurde: der Ex-Auswahl-Kollege Ivan Brouko und natürlich Andrej Klimowets, der wie Feshchanka in Gomel in Weißrussland zur Welt kam. „Andrej hätte es mit Sicherheit verdient gehabt, noch ein weiteres Jahr hier spielen zu dürfen“, meint der 37-Jährige. Nun müssen sich beide nach neuen Klubs umschauen - und schon wieder Umzugskartons schleppen.

Von Björn Mahr

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