unterliegen abgezocktem Gastgeber

Ersatzgeschwächte MT Melsungen verliert in Leipzig 27:30

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Machte ein gutes Spiel: MT-Kreisläufer Felix Danner.

Leipzig. Die Bundesliga-Handballer der MT Melsungen haben zum zweiten Mal in dieser Saison gegen den SC DHfK Leipzig verloren.

Zweieinhalb Wochen nach dem Pokalaus vor heimischer Kulisse verlor die MT diesmal in der Arena Leipzig 27:30 (13:13).

Ohne die verletzten Marino Maric und Finn Lemke sowie den vorläufig suspendierten Jeffrey Boomhouwer, dafür aber erstmals mit Kapitän Michael Müller fand die MT gut in die Partie und lag durch Tore von Julius Kühn und Tobis Reichmann schnell vorn. Da Leipzigs Nationalspieler Philipp Weber nach einem Zweikampf mit Philipp Müller früh verletzt ausschied und ins Krankenhaus musste, war die MT erst mal am Drücker. Sie hatte die Chance auf 8:4 davon zu ziehen, doch diese Gelegenheit wurde vergeben. Stattdessen kam der Gastgeber auf und ging seinerseits durch einen verwandelten Siebenmeter von Yves Kunkel 8:7 in Führung.

Mal wieder leisteten sich die Nordhessen zu viele leichte Ballverluste. Immerhin hielten die Gäste zweineinhalb Wochen nach der Pokalpleite in Kassel gegen die Sachsen Schritt. Vor allem Kreisläufer Felix Danner war unter den Augen einiger Dutzend MT-Anhänger in Abwehr und Angriff ein Aktivposten. Michael Allendorf glich nicht nur mit einem Treffer ins verwaiste SC-Gehäuse zum 12:12 aus, sondern markierte vom Siebenmeterpunkt auch das 13:12 für die MT. Dazwischen gelang dem gut disponierten MT-Torwart Johan Sjöstrand eine wichtige Parade – immerhin fünf Würfe wehrte er im ersten Durchgang ab.

Ob die Partie vor 4180 Zuschauern in der Arena Leipzig so ausgeglichen weitergehen würde? Zunächst einmal egalisierte Melsungen einen 13:15-Rückstand – durch Kühn und den eingewechselten Timm Schneider.

Es war das erwartet umkämpfte Spiel. Die MT machte vieles richtig, aber eben auch nicht alles. Schnelle Gegenstöße verzeichnete der Tabellenvierte kaum. Damit verpasste es das Team von der Fulda mehr Sicherheit in sein Spiel zu bekommen. Spannend blieb es dennoch, weil sich Nebojsa Simic mit einem gehaltenen Siebenmeter gegen Kunkel gut einführte (42.). Im zweiten Durchgang durfte auch Johannes Golla an seinem 20. Geburtstag mitmischen. Klar, mit Lemke, der auf der Bank mitfieberte, und Maric fehlten zwei Abwehrrecken. Golla bereitete auch das 19:19 von Allendorf klug vor (46.). Auch Michi Müller, immerhin zwei Monate ausgefallen, kam zur Entlastung für Dener Jaanimaa rein.

In arge Nöte kam die ersatzgeschwächte MT, die einige Ballverluste (Kühn!) zu viel verzeichnete, nach 50 Minuten. Golla bekam eine Zwei-Minuten-Strafe aufgebrummt, und Lucas Krzikalla traf kurz darauf ins leere Melsunger Gehäuse zum 23:20 für Leipzig. Bei den Hausherren glänzte vor allem der junge Halbrechte Franz Semper.

Den durchaus abgezockten Sachsen fiel immer wieder etwa ein, so dass mit dem 29:26 durch Aivis Jurdzs die Partie praktisch entschieden war (59.).

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