MT verliert bei Rhein-Neckar Löwen 22:27

Mannheim. Die große Überraschung ist ausgeblieben. Am zweiten Weihnachtsfeiertag hat der heimische Handball-Bundesligist MT Melsungen eine 22:27 (11:14)-Niederlage bei den Rhein-Neckar Löwen kassiert.

Nach dem souveränen Pflichtsieg gegen Großwallstadt am vergangenen Samstag reisten Nordhessen selbstbewusst, aber auch ersatzgeschwächt zum Tabellenzweiten nach Mannheim - und mussten dann ziemlich schnell feststellen, dass nicht jedesmal ein Coup drin ist wie zuletzt gegen den THW Kiel.

Dabei schenkten sich die beiden Mannschaften im ersten Durchgang nichts. MT-Trainer Michael Roth, der auf Kapitän Nenad Vuckovic und den griechischen Halbrechten Alexandros Vasilakis verzichten musste, ließ in der SAP-Arena Mikael Appelgren von Beginn an zwischen die Pfosten. Und zunächst sah es aus, als habe der Schwede einen besseren Tag erwischt als sein Gegenüber Goran Stojanovic. Nachdem die Gäste nach knapp zehn Minuten mit 3:6 zurücklagen, war es der Melsunger Keeper, der sein Team im Spiel hielt. Außerdem hielte Melsungens Innenblock mit Daniel Kubes und Felix Danner gut den Angriffen der Hausherren stand.

Die Kiel-Bezwinger berappelten sich und kamen durch Jonathan Stenbäcken, Danner und Malte Schröder zum 6:6- Ausgleich (12:49 Minuten) und hatten nach 21 Minuten sogar die Nase vorn (10:9). Dann aber drehte Stojanovic immer mehr auf, Appelgren hingegen schien das Glück zu verlassen. Zudem ließen die Melsunger einige Chancen liegen, erzielten fast sieben Minuten kein Tor und lagen mit drei Treffern hinten. Hätte Keeper Per Sandström nicht noch drei Siebemeter vereitelt, hätte der Halbzeitstand von 11:14 aus Melsunger Sicht wesentlicher schlimmer ausgesehen.

Allerdings ging der zweite Durchgang katastrophal los. Als wären sie noch mit den Gedanken in der Kabine, lagen die Melsunger plötzlich mit 11:19 hinten (35:09). Und von diesem Schock erholte sich die Mannschaft im Grunde nicht mehr. Das Roth-Team bewies aber Moral und ließ sich nicht hängen. Stenbäcken, Savas Karipidis und Danner verkürzten auf fünf Tore - aber näher kamen die Bartenwetzer nicht mehr heran.

Dafür waren die Löwen an diesem Tag vor allem in der zweiten Hälfte individuell zu stark. Und die Melsunger, bei denen Linksaußen Michael Allendorf zu den Aktivposten zählte, taten sich im Angriff richtig schwer. Auf der anderen Seite agierten die Gäste in Abwehr auch nicht mehr so leichtfüßig - Melsungen kassierte sieben, die Löwen nur drei Zeitstrafen. Zudem sahen Danner und Schröder die Rote Karte.

Den Melsungern war anzumerken, dass die vergangenen Wochen an den Kräften gezehrt haben. Aber natürlich wären sie gern mit einem Sieg in die WM-Pause gegangen.

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