MT Favorit gegen Bergischen HC

Vierten Sieg in Folge im Visier

Zielstrebig: Melsungens Kreisläufer und Abwehrchef Felix Danner (Mitte), der sich vor der vermeintlichen Pflichtaufgabe gegen den Bergischen HC als Mahner betätigt. Foto: Schachtschneider.

Melsungen. Weihnachtszeit ist Handballzeit. Auch für die MT Melsungen, die in den nächsten zwei Wochen noch viermal ran muss. Und damit reichlich Gelegenheit hat, sich und ihre Fans zu bescheren.

Zum ersten Mal am Samstag, wenn der Bergische HC (19 Uhr Rothenbachhalle) beim heimischen Bundesligisten gastiert. Der natürlich Favorit ist und seinen Lauf– 6:0-Punkte aus den letzten drei Spielen – fortsetzen will. „Trotzdem“, weiß Kreisläufer Danner, „wird‘s bestimmt kein Selbstläufer.“ Denn: „Wir müssen uns auf einen kampfstarken Gegner gefasst machen, der von Beginn an Gas geben wird.“

Genau das kündigt BGH-Trainer Sebastian Hinze an: „Wenn wir eine Chance haben wollen, müssen wir im Abschluss konzentriert und konsequent zu Werke gehen sowie nach Ballgewinnen blitzschnell umschalten.“ So wie beim HSV Hamburg, wo die Bergischen bis zur 50. Minute (19:15) auf der Siegerstraße waren, um dann auf der Zielgeraden noch mit 20:21 abgefangen zu werden. Klares Indiz dafür, dass der Aufsteiger von 2013 die Emotionalität, die er für sein aggressives Spiel braucht, mittlerweile nicht nur in eigener Halle (14:6-Punkte) entfalten kann – mit einer eingespielten Mannschaft ohne Stars.

Ausnahme: Viktor Szilagyi, 2012 Europapokalsieger der Pokalsieger mit Flensburg-Handewitt, der nach seiner Daumenfraktur mittlerweile wieder die Zügel des Angriffsspiels seines Teams in der Hand hat. „Auf seine Stärke müssen wir uns einstellen“, sagt Trainer Michael Roth, wozu er mittlerweile auf zwei gut funktionierende Abwehrsysteme zurückgreifen kann. In beiden spielt Felix Danner eine Schlüsselrolle.

In beiden hat mittlerweile aber auch sein Vertreter im Angriff, Marino Maric, seine Position gefunden. Wie überhaupt die weit fortgeschrittene Integration der Neuzugänge ein Eckpfeiler des aktuellen Höhenfluges ist. Momir Rnic etwa taut im Rückraum mehr und mehr auf und hat zudem an Konstanz gewonnen, während Jeffrey Boumhouwer Michael Allendorf jederzeit die nötigen Verschnaufpausen verschaffen und dabei sogar noch eigene Akzente setzen kann.

Sie alle vereint laut Michael Roth die neue „Leichtigkeit des Seins“, die die Zeit des zwischenzeitlichen Haderns abgelöst hat. Die haben sich die Melsunger, die weiter auf den verletzten Kapitän Nenad Vuckovic (Muskelfaserriss) verzichten müssen, indes hart erarbeitet. Umso verbissener werden sie sie verteidigen. Auch bzw. ganz besonders zur Weihnachtszeit.

Von Ralf Ohm

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