Hessenduell am Sonntag in der Rittal-Arena

Vor dem Melsunger Spiel in Wetzlar: MT-Trainer Parrondos Erfahrungen mit Derbys

Als Trainer in Melsungen im Jahr 2021: Roberto Garcia Parrondo.
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Als Trainer in Melsungen im Jahr 2021: Roberto Garcia Parrondo.

Mit der HSG Wetzlar hatte Roberto Garcia Parrondo in seiner Karriere so direkt noch nichts zu tun. Aber zumindest zählt der Trainer der MT Melsungen einen ehemaligen Profi des mittelhessischen Handball-Bundesligisten zu seinen guten Freunden: Jose Hombrados. Die spanische Torwartlegende stand erst 2013 und dann auch noch mal in der Saison 2014/15 bei der HSG unter Vertrag.

„Jose war ein großartiger Torhüter. Er ist ein fantastischer Typ. Über ihn kann ich nur Gutes sagen. Wir sind nach wie vor in Kontakt“, sagt der MT-Coach über den früheren Mannschaftskameraden.

Ob Parrondo mal mit Hombrados über die Rivalität zwischen den Wetzlarern und den Melsungern gesprochen hat – nicht bekannt. Der Melsunger Handball-Lehrer weiß aber sehr wohl, welchen Stellenwert Derbys haben. Vor dem Duell der beiden hessischen Bundesligisten morgen ab 16 Uhr (Sky und Livestream auf hessenschau.de) erinnert er sich an besondere Partien in seiner Karriere.

Außergewöhnlich waren für ihn in Spanien die Vergleiche zwischen Ciudad Real und dem FC Barcelona. Später in Ungarn ging es natürlich heiß her, wenn er mit Pick Szeged auf Veszprem traf. Wenn er allerdings explizit nach Derbys gefragt wird, dann fallen ihm sofort die Begegnungen zwischen BM Valladolid und Ademar Leon ein. Parrondo war als Rechtsaußen für beide Klubs im Einsatz. „Das waren immer harte Matches“, sagt der 41-Jährige. Valladolid und Leon liegen bei einer Entfernung von 140 Kilometern ähnlich nah beieinander wie Melsungen und Wetzlar.

„Ich weiß, dass die Duelle zwischen den beiden hessischen Klubs wichtige Partien sind, für Zuschauer, für Freunde, für die Menschen in der Region. Für uns als Mannschaft ist es ein Handballspiel, in dem wir eine gute Leistung zeigen müssen und gewinnen wollen“, stellt Parrondo klar.

Allerdings weiß er auch, wie schwer es wird. „Wetzlar spielt sehr gut in dieser Saison. Die Mannschaft bewegt sich gut und hat auch eine starke Deckung. Ein Teil davon spielt schon länger zusammen, da weiß jeder, was der andere macht“, sagt der Spanier. Elf von 13 Punkten holte die HSG mit ihrem neuen Coach Benjamin Matschke, der aus Ludwigshafen verpflichtet wurde und den langjährigen Cheftrainer Kai Wandschneider beerbt hatte, in der heimischen Rittal-Arena. In der Tabelle liegt sie genauso wie die MT im Mittelfeld.

Die vergangenen sieben Hessenderbys gingen an Melsungen. Hervorsticht insbesondere das MT-Gastspiel im Oktober 2020, als die Nordhessen vor leeren Rängen 33:25 gewannen und dem Kontrahenten dabei nicht den Hauch einer Chance ließen. Insgesamt 33 Pflichtspiele bestritten die MT und die HSG seit dem Erstliga-Aufstieg der Nordhessen gegeneinander. Schon 20 Siege feierten die Melsunger. Nur neunmal hieß der Gewinner Wetzlar.

Ein gewisser Jose Hombados stellte bei drei Derbys seine Qualitäten eindrucksvoll unter Beweis. Allerdings ging der Torwart mit der HSG zweimal in Wetzlar leer aus. Immerhin reichte es im September 2014 in der Kasseler Rothenbach-Halle zu einem 28:28-Unentschieden. (Björn Mahr)

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