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Vor Ort beim ersten Saison-Heimspiel der MT Melsungen gegen den HSV Hamburg: Eine kleine Party in Rot und Weiß

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Von: Björn Mahr

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Auf neuen Plätzen: die MT-Trommler (von links) Manuel Dietrich, Leon Hilke, Frank Schwarzenberg, Martin Brede, Markus Brede sowie (vor rechts) Jürgen Ferschke.
Auf neuen Plätzen: die MT-Trommler (von links) Manuel Dietrich, Leon Hilke, Frank Schwarzenberg, Martin Brede, Markus Brede sowie (vor rechts) Jürgen Ferschke. © Andreas-Fischer-Fotografie.de

Das erste Saison-Heimspiel des Bundesligisten MT Melsungen war ein Handball-Krimi. Wir waren vor Ort.

Kassel – Erstes Saison-Heimspiel – und dann gleich ein Handball-Krimi: Einen stimmungsvollen Abend erlebten die Besucher des Spiels der MT Melsungen gegen den HSV Hamburg. Wir waren vor Ort beim 30:27 der MT.

Die neue Tribüne

Hinter dem Tor, auf das die Melsunger in Hälfte eins spielen, brauchen die Zuschauer nicht mehr zu stehen. Die Stehplatz- wurde durch eine Sitzplatztribüne ersetzt. Dadurch ergeben sich 200 zusätzliche Plätze – insgesamt 4500 statt 4300. Für die MT-Trommler bedeutet das. Neue Position: Block K, oberste Reihe. Sie haben eine bessere Sicht. Aber, so Manuel Dietrich, „wir sind jetzt auch ein Stück weiter von der Mannschaft entfernt.“

Als pünktlich um 19.05 Uhr das erste Saison-Heimspiel der Melsunger beginnt, geben die Trommler den Rhythmus vor. Ihre Trommeln haben sie auf speziellen Gestellen abgelegt, die sie selbst mit sechs, sieben Mitgliedern in 40 Stunden gebaut haben. In welcher Farbe? Naürlich MT-Rot. Die Materialien stellte der Bundesligist den Trommlern zur Verfügung.

Feuern die MT an: Celina Weiershäuser (von links), Heiko Weiershäuser, Leona Wend und Katharina Wend.
Feuern die MT an: Celina Weiershäuser (von links), Heiko Weiershäuser, Leona Wend und Katharina Wend. © ANDREAS Fischer

Die Stimmung

Neue Tanzeinlage von Body & Soul, neues MT-Video zur Einstimmung auf dem Videowürfel – dann geht es los. 2576 Fans sind gekommen. „Zum Saisonstart ist es nie leicht, die Halle voll zu bekommen“, weiß Manager Axel Geerken. Er verweist auf die Folgen der Pandemie und die Energiekrise.

In Reihe zwei klatschen Heiko Weiershäuser und seine Tochter Celina aus Wolfhagen ebenso sofort begeistert in die Hände wie Katharina Wend und deren Tochter Leona, die aus Korbach angereist sind. „Egal, wie die Mannschaft spielt, wir stehen immer hinter ihr“, betont die 21-jährige Celina. Normalerweise feuern sie die MT zu Fünft an – doch ihre Schwester Laura hat nun eine andere Aufgabe übernommen. Sie ist ins Team der Wischerinnen aufgenommen worden – heute ist Premiere. Schon in der ersten Viertelstunde muss sie einige Male ausrücken. Celina nimmt ihre Einsätze mit der Handykamera auf.

Dafür ist genügend Zeit – so viel zu bejubeln gibt es in der Anfangsphase nicht. Melsungen liegt nach einer knappen Viertelstunde 3:7 zurück. Die Fans erkennen, dass das Team Unterstützung braucht – und treiben die Spieler unentwegt an.

Der Untergrund

Was für die Zuschauer nicht zu erkennen ist: Der Hallenboden ist neu – neun Millimeter dick, besser gedämpft. „Für das Spiel hat das keine Relevanz“, sagt Geerken. Melsungens Hallentechniker Jens Müller, der mit seiner Frau Anke den Boden in vierstündiger Arbeit verlegt hat, stellt jedoch auch fest: „Die Spieler werden es spüren.“ Hamburgs Andreas Magaard wird keine guten Erinnerungen haben – er scheidet früh verletzt aus.

Die rot-weiße Party

Die Melsunger übernehmen schon vor der Pause das Kommando – und setzen den positiven Trend über weite Strecken fort. Den großartigen Kampf in der Deckung honorieren die Fans mit kräftigem Beifall. Es ist zwar kein rauschendes Handball-Fest, aber zumindest eine kleine Party in Rot und Weiß. Und Heiko Weiershäuser und seine Sitznachbarn sind begeistert. (Björn Mahr)

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