Fahlgren rückt wieder ins MT-Aufgebot

MT Melsungen gegen THW Kiel: Vuckovic hofft auf den Coup

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Wichtige Stütze im Melsunger Team: Kapitän und Rückraumstratege Nenad Vuckovic.

Kassel. Etwas mehr als eineinhalb Monate sind mittlerweile vergangen, seitdem sie sich freudetrunken in den Armen lagen. Seitdem sie als Mitglieder der serbischen Handball-Nationalmannschaft in ihrem Heimatland gemeinsam den Gewinn der Vize-Europameisterschaft feierten.

Seitdem sich die Wege von Nenad Vuckovic und Momir Ilic trennten und doch nicht trennten. Denn die Rückraumstrategen stehen beide bei deutschen Bundesligisten unter Vertrag - und sich nun heute ab 20.15 Uhr gegenüber, wenn Vuckovic als Kapitän der MT Melsungen in Kassel Ilic erwartet, der für den souveränen Spitzenreiter THW Kiel auf Torejagd geht.

Siebenmeterspezialist, Rückraumschütze und Abwehrass: der Kieler Hüne Momir Ilic.

„Momir und ich telefonieren zwar regelmäßig miteinander“, erklärt der Melsunger Publikumsliebling, „aber ich hoffe, dass wir beide uns schon vor der Partie privat in Kassel treffen können.“ Klar, am Spielabend bleibt nicht viel Zeit, um in Erinnerung zu schwelgen und über das an Ostern in Spanien stattfindende Qualifikationsturnier für die Olympischen Spiele in diesem Sommer in London zu reden. Schließlich steht einiges auf dem Spiel. Für die Kieler, die den 25. Sieg im 25. Bundesliga-Spiel dieser Saison erzielen wollen. Und für die Melsunger, die den Gästen einen Strich durch die Rechnung machen und in einer seit langem mal wieder prächtig gefüllten Rothenbach-Halle beste Eigenwerbung betreiben wollen.

Angeklebt: MT-Torhüter Per Sandström begutachtet sein Konterfei auf der Straßenbahn (rechts) mit Ingo Pijanka (Städtische Werke AG/links) und Klaus Heitmann (Werbetechnik und Messebau).

„Wir wollen uns gut präsentieren und werden versuchen, eine Überraschung zu schaffen“, betont Vuckovic. Wohlwissend, dass sich er und seine Teamkameraden dafür keine noch so kurze Schwächephase erlauben dürfen. Im Hinspielverlor die MT für lediglich fünf Minuten den Faden. Das reichte, um am Ende mit 23:28 das Nachsehen zu haben. Im vergangenen Oktober operierten die Norddeutschen zunächst mit einer 3:2:1-Deckung, später dann mit einer 6:0-Formation. Gegen beide Abwehrsysteme fanden die Nordhessen Mittel und Wege, um zum Erfolg zu kommen. Melsungens Trainer Michael Roth hat seine Schützlinge auf beide Varianten vorbereitet und ist fest davon überzeugt, „etwas gegen Kiels Defensive ausrichten zu können“.

Natürlich auch, weil Spielmacher Patrik Fahlgren - anders als Michael Allendorf und Anton Mansson - nach langer Verletzungspause wieder zum MT-Kader gehören wird. Durch den Schweden ergeben sich mehr Möglichkeiten im Angriff, in dem Vuckovic, Grigorios Sanikis und Alexandros Vasilakis ihre Stärke in 1:1-Situationen ausspielen sollen. Gegen Hünen wie Filip Jicha und Ahlm, an denen es schwer vorbeizukommen ist. Zumeist auch dann nicht, wenn die Kieler durch Einsätze in der Champions League im Dauerstress sind.

„Unser Trainer tut alles, dass alle spielen und wir nicht so müde sind“, betont Momir Ilic, „und am Mittwochabend gibt es ein schweres Auswärtsspiel.“ Aber auch ein freudiges Wiedersehen mit einem Freund und Nationalmannschaftskollegen.

Für die Partie gegen den THW gibt es noch etwa 500 Tickets. Die Abendkasse der Rothenbachhalle öffnet um 18.30 Uhr.

Von Björn Mahr

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