Melsungen geht favorisiert, aber nicht übermütig in die Partie gegen ein geschwächtes Team

Vuckovic warnt vor schwerer Aufgabe

So sehen sie aus in neuen T-Shirts, die Kiel-Besieger: Michael Allendorf , Nenad Vuckovic ,Felix Danner , Michael Roth ,Patrik Fahlgren und Per Sandström. Foto: Kasiewicz

Melsungen. Dieses Jahr wird MT-Handballer Nenad Vuckovic nie vergessen: mit Serbien Vize-Europameister geworden, bei den Olympischen Spielen in London dabei und jetzt mit seinem Verein noch ein Triumph beim Deutschen Meister THW Kiel.

„Noch auf dem Feld in Kiel“, erzählt Vuckovic, „habe ich zu meinen Mitspielern gesagt: Ich könnte meine Karriere jetzt glatt beenden.“ Natürlich tut der Kapitän der MT Melsungen das nicht. Als Mannschaftsführer lenkte er sogleich das Augenmerk auf den nächsten Saison-Höhepunkt: das DHB-Pokal-Achtelfinale heute gegen HBW Balingen-Weilstetten.

„Das wird eine ganz schwierige Aufgabe. Wir müssen voll konzentriert bleiben“, betont der Rückraumstratege. Das sieht Trainer Michael Roth genauso: „Wir wissen, dass auf uns eine richtig unangenehme Aufgabe wartet.“ Allerdings können die Nordhessen voraussichtlich auf den Halbrechten Alexandros Vasilakis (nach überstandener starker Prellung) zurückgreifen. Grigorios Sanikis (Bandscheibenvorfall) indes könnte frühestens zum Liga-Duell am Samstag (19 Uhr, Rothenbach-Halle Kassel) mit den Balingern ein Thema werden.

Vor dessen Qualitäten hat HBW-Trainer Rolf Brack gehörigen Respekt. Er hätte nichts dagegen, wenn Sanikis noch nicht zu Duellen mit seiner Mannschaft fit werden würde. Durch den Auftritt der MT in Kiel ist Brack so oder so gewarnt: „Das ist die schwerste Aufgabe, die wir kriegen konnten. Melsungen ist einer hervorragenden Verfassung und kann gut gegen offensive Deckungen spielen.“ Wie der THW operiert auch Balingen-Weilstetten vorzugsweise mit einer 3:2:1-Abwehr.

Mit Erfolg, wie der bisherige Serienverlauf gezeigt hat. Denn dass die Süddeutschen mit 13:17-Punkten im gesicherten Tabellenmittelfeld des Bundesliga-Oberhauses liegen, ist für diesen Klub keine Selbstverständlichkeit. Das bisherige Abschneiden ist umso höher zu bewerten, als HBW durch einige Ausfälle arg gehandicapt ist. Zwar kehrte der Rückraumschütze Roland Schlinger nach Verletzungspause zurück und steuerte sechs Treffer zum jüngsten 29:24-Heimsieg über Großwallstadt bei, nach wie vor fehlen aber Torwart Matthias Puhle, Sascha Ilitsch, Fabian Gutbrod, Mario Vuglac und der Abwehrrecke Wolfgang Strobel. Die Probleme im Tor konnte der Verein mit der kurzfristigen Verpflichtung von Nikolaos Katsigiannis (früher Minden) beheben.

Dennoch geht Melsungen als klarer Favorit in die Partie. Zumal die Begegnung in der Melsunger Stadtsporthalle stattfindet. „Das ist auf jeden Fall ein Vorteil für uns“, meint Vuckovic und erinnert an die Spiele beim Sparkassencup. Dort konnten er und seine Mitstreiter vor ein paar Jahren die SG Flensburg-Handewitt und die Rhein-Neckar Löwen bezwingen.

Von Björn Mahr

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