MT Melsungen hat Lemgo zu Gast

Warten auf den ersten Saisonsieg: Gegen Lemgo soll es endlich klappen

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Entschlossen:  MT-Spielmacher Lasse Mikkelsen setzt in der Partie gegen den Bergischen HC zum Sprungwurf an.

Drei Spiel für die MT Melsungen: Gegen den TBV Lemgo will der heimische Handball-Bundesligist am Mittwoch (19 Uhr) endlich den ersten Saisonsieg landen.

Zwei Spiele, kein Sieg, 1:3 Punkte. Könnte besser aussehen. Die MT Melsungen hat nicht gerade einen Traumstart in der Handball-Bundesliga hingelegt. Am Mittwoch soll es endlich klappen mit dem ersten Saisonsieg – aller guten Dinge sind drei. Ab 19 Uhr haben die Nordhessen den TBV Lemgo zu Gast in der Kasseler Rothenbach-Halle. Und nicht nur die MT-Fans hoffen, dass bei der Mannschaft von Trainer Heiko Grimm der Knoten platzt.

Von Panikmache halten die Verantwortlichen allerdings nichts. „Wir hatten erst zwei Spiele. Da sollten wir die Kirche im Dorf lassen“, sagt MT-Manager Axel Geerken. Zumal die Mannschaft mit Meister Flensburg und dem kniffligen Auswärtsspiel beim Bergischen HC alles andere als leichte Aufgaben zu lösen hatte. Von daher gäbe es keinen Grund, alles schlechtzureden. Vor allem deshalb, weil am vergangenen Donnerstag „in Solingen eine deutliche Steigerung zu erkennen war“.

Der Trainer sieht das ähnlich. Grimm spürt aber auch, „dass wir aktuell nicht die leichteste Zeit haben“. Logisch, dass der Druck langsam, aber sicher steigt. Den hätten sie aber schon vor der Partie beim Bergischen HC gehabt. Grimm sagt: „Wir müssen gegen Lemgo unbedingt gewinnen.“ Und um alle Kritiker zu besänftigen, am besten mit einem überragenden Auftritt. Dadurch würde nicht zuletzt das Selbstvertrauen der Spieler wachsen.

Ungeachtet der Drucksituation fordert Grimm von seiner Mannschaft, Sicherheit und Entschlossenheit auszustrahlen. Die Vorgaben des Trainers lauten: strukturierter Rückzug, konsequente Positionsabwehr, kompromisslos sein. Den Lemgoern den Spaß am Spiel nehmen. An der Einstellung habe es zuletzt beim BHC jedenfalls nicht gehapert, sagt Geerken.

Nur die Fehlerquote in der Vorwärtsbewegung müsse reduziert werden. Trainer wie Manager wissen, dass es im Angriff noch nicht flüssig läuft. Zu fahrig seien die Spieler in manchen Situationen gewesen. Es gäbe einen Plan, versichert Grimm, „der muss aber besser umgesetzt werden“. Daran hat er mit der Mannschaft gearbeitet. Das Spiel soll breiter aufgezogen und die Außen mehr einbezogen werden, damit sich am Kreis mehr Räume ergeben.

Was Hoffnung macht: Der Melsunger Rückraum kommt in Schwung. Allen voran Lasse Mikkelsen. Zum Auftakt gegen Flensburg blieb der dänische Spielmacher blass. In Solingen führte er nicht nur besser Regie, sondern ließ mit fünf Treffern seine Torgefährlichkeit aufblitzen. Gleiches trifft auf Julius Kühn zu, der siebenmal traf. Dessen Formkurve zeigt ebenfalls nach oben. „Die spielen sich langsam ein. Da mache ich mir keine Sorgen“, sagt Geerken. Dabei bezieht er Neuzugang Kai Häfner mit ein.

Klingt wunderbar. Aber das tat es ja bereits vor den ersten beiden Spielen. Für eine wachsende Unzufriedenheit im Umfeld habe er Verständnis, sagt Geerken. Der MT-Manager findet es allerdings übertrieben, wenn so getan wird, als sei die gesamte Saison bereits verkorkst. „Wir sind weit entfernt von katastrophal.“ Die beste Medizin gegen schlechte Stimmung sei ein Sieg. Punkt. Gegen Lemgo soll’s klappen. Sonst wäre es tatsächlich ein Katastrophenstart.

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