Welches Gesicht zeigt die MT Melsungen gegen Balingen?

Feiern mit den Fans: MT-Trainer Michael Roth (weißes Poloshirt) sowie die Spieler (von links) Arjan Haenen, Philipp Müller, Jeffrey Boomhouwer, Dener Jaanimaa, René Villadsen und Timm Schneider bedanken sich nach dem Sieg im Europapokal gegen Benfica beim Publikum in der Rothenbach-Halle. Ob es auch heute Grund zum Jubeln gibt? Foto:  Fischer

Kassel. Niederlage in Wetzlar, toller Auftritt gegen Lissabon, nun hat Handball-Bundesligist MT Melsungen am Mittwoch HBW Balingen-Weilstetten zu Gast. Anwurf ist um 19 Uhr.

Im Europapokal teilweise wie im Rausch, in der Bundesliga so wechselhaft wie das Wetter im April - vor dem Heimspiel der Melsunger Handballer heute ab 19 Uhr in der Kasseler Rothenbach-Halle gegen HBW Balingen-Weilstetten stellt sich vor allem eine Frage: Welches Gesicht zeigt die MT dieses Mal?

Umso mehr, als die Balinger in den vergangenen beiden Jahren nicht zu den Lieblingsgegnern der Nordhessen gehörten. Von vier Duellen gingen zwei verloren. Darunter das Hinspiel im November, als es für die MT eine unerwartete 25:29-Pleite setzte. Da hat der Gastgeber auf jeden Fall etwas gutzumachen. Spielmacher Patrik Fahlgren kommentiert diesen Umstand mit einer Portion Sarkasmus: „Wir haben nach dieser Hinserie fast mit jedem Gegner eine Rechnung offen.“ Nicht der einzige Aspekt, der vor dieser Begegnung ins Augenmerk rückt:

Die Ausgangslage 

MT-Trainer Michael Roth drückt es so aus: „Optimal ist anders.“ Soll heißen: Hinter dem Einsatz von Felix Danner steht ein dickes Fragezeichen. Seit dem Sieg gegen Lissabon schmerzt der Rücken des Kreisläufers wieder enorm. Zudem sind die muskulären Probleme bei Johannes Sellin erneut aufgetreten. „Aber wir wollen nicht rumheulen“, sagt Roth.

Sicher ist, dass seine Mannschaft an die gute Leistung vom Samstag im Europapokal anknüpfen will. Jeder Sieg, egal wie stark der Gegner ist, sorge für ein besseres Gefühl, sagt der Trainer. Nicht zuletzt braucht die MT die zwei Punkte, um den Abstand zur Abstiegszone zu vergrößern und den Kontrahenten auf Abstand zu halten.

Die Varianten 

Danners Verletzung hat zur Folge, dass Timm Schneider in der Offensive am Kreis aushelfen muss - somit stünden Roth noch zwei Spielmacher zur Verfügung. Falls Balingen offensiver decken sollte, käme Patrik Fahlgren zum Zug, eine kompaktere 6:0-Variante wäre dann eher ein Fall für Nenad Vuckovic. Überdies hofft der MT-Trainer, dass aus dem linken Rückraum ähnlich viel Druck kommt wie zuletzt. „Das wäre perfekt. Momir Rnic ist derzeit gut drauf.“ Denkbar ist allerdings auch, dass Fahlgren und Vuckovic gemeinsam im Rückraum spielen.

Das Wiedersehen 

Für MT-Neuzugang Dener Jaanimaa werden Erinnerungen wach. Bis zur Pleite des HSV Hamburg vor einem Jahr war der Este Teamkollege von Weltmeister Pascal Hens sowie Matthias Flohr. Nun spielen die beiden alten Kameraden für Balingen-Weilstetten. „Ich freue mich, die beiden wiederzusehen. Das sind ganz feine Menschen“, sagt Jaanimaa, „wir waren als Mannschaft eng zusammengerückt und hatten bis zum letzten Tag gehofft, dass es in Hamburg weitergeht.“ Der Rückraumschütze der MT weiß, was auf sein Team heute zukommt. „Die Balinger sind sehr aggressiv, kämpfen ohne Ende und werden uns zu raschen Fehlern zwingen wollen“, erklärt der Linkshänder, „deshalb müssen wir den Ball schnell weiterspielen.“

Der Geburtstag 

Nebenbei haben die MT-Profis die Chance, ihrem Trainer ein Geburtstagsgeschenk zu machen. Es käme nicht allzu oft vor, dass er an seinem Ehrentag an der Seitenlinie stünde, sagt Roth: „Von daher wäre es doppelt schön, wenn wir gewinnen.“ Der Trainer würde zu gern mit einem Glas Wein auf zwei Punkte und 55 Jahre anstoßen.

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