1. Startseite
  2. Sport
  3. MT Melsungen

Wieder eine Nummer zu groß: MT Melsungen verliert Pokal-Achtelfinale gegen Rhein-Neckar Löwen 28:36

Erstellt:

Von: Maximilian Bülau

Kommentare

Arnar Frey Arnarsson (Mitte).
Unsanft gestoppt: Arnar Frey Arnarsson (Mitte) von der MT Melsungen. © Andreas Fischer

Das war eine unsanfte Landung! Handball-Bundesligist MT Melsungen hält das Pokal-Achtelfinale in der Rothenbach-Halle gegen die Rhein-Neckar Löwen nicht lange offen. Die Gäste waren beim 28:36 (12:18) wieder eine Nummer zu groß.

Kassel – Wer nach positiven Vorzeichen für dieses Pokalspiel der MT gegen die Mannheimer suchte, der fand sie nicht in der Bilanz. Inklusive des Wiederholungsspiels 2016 traten die Melsunger sechs Mal in diesem Wettbewerb gegen die Löwen an, gewonnen haben sie nie. Mehr Hoffnung machte da schon der Blick auf die gegnerische Bank. Denn auf der saß Sebastian Hinze, Cheftrainer der Gäste. Hinze coachte im vergangenen Jahr noch den Bergischen HC – und verlor das Pokal-Achtelfinale damals 22:28 gegen die MT Melsungen.

Doch klar, an diesem Mittwochabend war es ein ganz anderer Gegner, ein ganz anderes Spiel. Das durch einen Treffer von Aidenas Malasinskas nach 40 Sekunden eröffnet wurde. Der Litauer attackierte dabei ganz ungewohnt die Abwehr des Gegners. Diese Abwehr der Rhein-Neckar Löwen zog dem Team von Roberto Garcia Parrondo allerdings mit zunehmender Spieldauer den Zahn. In der 17. Minute verkürzte Elvar Örn Jonsson auf 9:10 – per gefangenem Abpraller, traumhaft eingeflogen, Mikael Appelgren überwunden.

Was dann allerdings folgte, das waren sechs Minuten ohne eigenen Treffer, dafür aber mit allerhand eigenen Fehlern im Angriffsspiel. Fehlwürfe, Fehlpässe, Missverständnisse. Erst Arnar Frey Arnarsson beendete diese Torlos-Phase mit dem Treffer zum 10:14 (24.). Doch auch danach wurde es nicht besser. Ball um Ball schenkte die MT in der Offensive her. Zeitweise ließ Parrondo mit dem siebten Feldspieler agieren. Die Folge: Tor um Tor kassierten die Melsunger in das verwaiste Gehäuse. Der Rückstand wuchs kontinuierlich an. Jonsson sorgte von außen dafür, dass es „nur“ 12:18 zur Pause stand.

Doch defensiv war das natürlich viel zu wenig von den Melsungern gegen den Bundesliga-Dritten, der das Ligaspiel zum Saisonstart mit elf Treffern Differenz gewonnen hatte. Im ersten Durchgang wurden die eklatanten Lücken im Mittelblock immer wieder von Juri Knorr und Jannik Kohlbacher aufgedeckt. So konnte es nichts werden mit dem Traum vom Viertelfinale, der Chance auf das Final Four in der Kölner Lanxess Arena.

Zur zweiten Hälfte stand nicht mehr Adam Morawski zwischen den Pfosten, Nebojsa Simic übernahm. Drei schnelle Tore von Jonsson, Ben Beekmann und Malasinskas sorgten zumindest für das 15:20 (34.). Was es nun aber brauchte, waren Paraden von Simic und Ballgewinne. Was es brauchte, waren eigene Treffer.

Als Simic gegen Knorr hielt, da war die Chance da, auf vier Tore zu verkürzen. Doch Andre Gomes scheiterte an Appelgren. Kurz danach traf Knorr von der Siebenmeterlinie. Wieder 17:23 (39.). Doch nun war mehr Feuer drin im MT-Spiel. Beekmann gelang 20 Minuten vor dem Ende das 19:23. Gelaufen war hier noch nichts.

Davon war dann schon eher auszugehen, als Knorr wieder einmal eiskalt von der Siebenmeterlinie blieb und auf 21:28 aus Sicht der MT stellte (45.). Die 4406 Zuschauer in der beinahe ausverkauften Rothenbach-Halle wurden leiser. Die zahlreichen Gästefans dafür immer lauter. Die Gäste versuchten hintenraus, auch mal in die Trickkiste zu greifen, was nicht immer gelang. Doch in Gefahr war der Gäste-Sieg nicht mehr. Das 28:36 bedeutet am Ende auch, dass die MT morgen bei der Auslosung des Viertelfinals nicht mehr im Topf sein wird. (Maximilian Bülau)

Auch interessant

Kommentare