MT will gegen Eskilstuna Guif Ausrufezeichen setzen

Mahnt zur Vorsicht: Melsungens Torwart Per Sandström will mit seinem Team auch im dritten Europapokal-Heimspiel erfolgreich sein. Foto: Fischer

Kassel. Auftakt in der Europapokal-Gruppenphase - und dann noch gegen eine Handball-Mannschaft aus ihrer Heimat.

Wer Mikael Appelgren, Per Sandström und Patrik Fahlgren von der MT Melsungen kennt, der weiß, dass die drei Schweden am Samstag (19 Uhr, Rothenbach-Halle Kassel) auf ihren Einsatz im Heimspiel des EHF-Pokals gegen Eskilstuna Guif brennen werden.

„Guif genießt bei mir, aber auch in unserem Land keine großen Sympathien“, sagt Torwart Appelgren, „eine Niederlage gegen diesen Gegner würde richtig weh tun.“ Dem Klub wird eine gewisse Portion Überheblichkeit zugeschrieben. An Auftritte in Eskilstuna hat „Apfel“ überhaupt keine guten Erinnerungen.

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Umso wichtiger, dass er und seine Mitstreiter die erste Heimaufgabe in Gruppe D mit Bravour lösen. „Allerdings darf man dieses Team nicht unterschätzen. Die Spieler sind eher klein, jedoch sehr schnell“, warnt Mikael Appelgren vor den gefährlichen Tempogegenstößen der Gäste, zumeist abgeschlossen von Daniel Pettersson oder Mathias Tholin. Ins gleiche Horn stößt „Pelle“ Sandström: „Wir dürfen die Bälle nicht leicht wegschmeißen. Ich hoffe, dass wir auch dieses Heimspiel so souverän gestalten wie die vorherigen.“

In den Runden zuvor gaben die Nordhessen sowohl Fenix Toulouse (34:27) als auch Tatran Presov (31:24) in eigener Halle klar das Nachsehen. Guif hatte sich parallel gegen Sonderjyske aus Dänemark und Huesca aus Spanien behauptet. Jetzt geht es jedoch nicht mehr um die Höhe eines möglichen Hinspielerfolges, es zählen Punkte. „Ein Sieg wäre gleich ein dickes Ausrufezeichen“, weiß MT-Coach Michael Roth, „dann könnten wir auch etwas beruhigter nach Kroatien reisen.“ Die Melsunger müssen bereits am nächsten Sonnabend, drei Tage nach dem Bundesliga-Hessenderby bei der HSG Wetzlar (Mittwoch), bei RK Nexe antreten. Wieder eine Woche später steht ein Gastspiel bei Balatonfüred in Ungarn an.

„Wir dürfen über die Niederlage gegen Kiel nicht lange nachdenken.“

Rechtsaußen Johannes Sellin, der bei der 32:41-Pleite zum Restrundenstart gegen den THW Kiel wegen einer Schienbeinblessur anfangs geschont worden war, ist wieder vollkommen fit. Bei Kreisläufer Felix Danner sieht es so aus, dass er gegen Eskilstuna zusammen mit Philipp Müller den Mittelblock der 6:0-Deckung bilden kann.

„Wir dürfen über die Niederlage gegen Kiel nicht lange nachdenken, sondern müssen uns voll auf die Partie gegen den Gast aus Schweden konzentrieren“, betont Manager Axel Geerken. Bei seinen beiden Schlussleuten sowie Spielmacher Fahlgren braucht er sich diesbezüglich keine großen Gedanken zu machen. Das Trio fiebert längst dem Duell mit seinen Landsleuten entgegen.

Von Björn Mahr

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