Anwurf um 18.30 Uhr

MT Melsungen ist gegen Stuttgart auf Wiedergutmachung aus

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Bedröppelt auf der Bank: Am Auftritt gegen Göppingen am vergangenen Sonntag hatten die MT-Spieler Finn Lemke (von links), Michael und Philipp Müller offensichtlich wenig Freude.

Kassel. Letztes Heimspiel des Jahres für die MT Melsungen: Der Handball-Bundesligist empfängt am Donnerstag (18.30 Uhr) den TVB Stuttgart und hat einiges gutzumachen.

Es lief schon besser. Vier nicht so gute Spiele in Folge, dazu eine miserable zweite Halbzeit zuletzt gegen Göppingen - die Bundesliga-Handballer der MT Melsungen stecken zum Jahresende in keiner guten Phase. 

„Keine Frage, wir haben richtigen Bockmist gespielt. Jetzt müssen wir aufstehen und eine Reaktion zeigen“, sagt Abwehr-Ass Philipp Müller vor dem Heimspiel am Donnerstag gegen den TVB Stuttgart. Anwurf in der Kasseler Rothenbach-Halle ist um 18.30 Uhr. Wir übertragen das Spiel live und in voller Länge per Internetradio.

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Sich selbst nimmt Müller bei der Kritik nicht aus. Im Gegenteil. „Ich weiß, dass es bei mir in der Offensive zur Zeit etwas unrund und hektisch aussieht. Das nervt mich brutal“, sagt er. Passend zum letzten Auftritt des Jahres vor eigenem Publikum gehen Müller und seine Kollegen mit vier Vorsätzen in die Partie.

Erster Vorsatz: Revanche nehmen

Den verpatzten Saisonstart in Baden-Württemberg hätten alle noch im Kopf, sagt Michael Roth. Zum Rückrundenauftakt wollen die Nordhessen Revanche nehmen. Gleichwohl warnt der MT-Trainer vor den unangenehmen Schwaben. Die Abwehr stünde kompakt, und im Angriff hätten die Gäste mehrere Varianten parat. Ob Torwart Johannes Bitter und Regisseur Mimi Kraus in Kassel auflaufen können, stand noch in den Sternen. Was das eigene Team anbelangt, gibt es für Roth gute Nachrichten. Beide Schlussmänner sind voll einsatzfähig - Nebojsa Simic litt zuletzt an einem grippalen Infekt und Johan Sjöstrand an einer Rippenprellung.

Zweiter Vorsatz: Wiedergutmachung

Die Pfiffe der Fans am vergangenen Sonntag taten weh. Aber er hätte Verständnis, sagt Müller: „Was wir da abgeliefert haben, kann bis heute niemand erklären.“ Gerade vor eigenem Publikum hätten sie etwas gutzumachen. Müller hofft, dass die Mannschaft zu alter Stärke zurückfindet wie bei Heimspielen im Oktober und November, als die Zuschauer in der Rothenbach-Halle begeistert waren. In den vergangenen Jahren habe sich eine tolle Fan-Kultur entwickelt. Mit einem guten Auftritt gegen Stuttgart „wollen wir dem Publikum etwas zurückgeben und uns anständig aus dem alten Jahr verabschieden“, sagt Müller.

MT Melsungen verliert gegen Göppingen

 
  © HNA/Schachtschneider
 
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Dritter Vorsatz: Anschluss halten

Für die Melsunger Mannschaft geht es nicht zuletzt darum, den Anschluss an die obere Tabellenregion zu halten. Im Fall einer Niederlage bestünde die Gefahr, im Mittelfeld zu versinken. „Wir dürfen nicht verkrampfen“, fordert Roth, „und wir müssen die vergangenen Partien aus dem Kopf bekommen und keine Angst haben.“ Von einem Schicksalsspiel wollen sowohl der MT-Trainer als auch Müller nichts hören. Druck aufzubauen, würde nichts bringen, sagt der Handball-Profi. Und mit Blick auf das letzte Spiel des Jahres in Gummersbach am 26. Dezember ergänzt er: „Wichtig ist, dass wir mit einem guten Gefühl in die EM-Pause gehen.“

Vierter Vorsatz: Ruhe im Team

Gegen Göppingen flogen auf der MT-Bank die Fetzen. Alle seien unzufrieden gewesen, erklärt Müller. Da genügte ein kleiner Funke, „und dann wurde es halt lauter.“ Manchmal sei es aber besser, wenn etwas ausgesprochen wird. Es käme nur auf den Ton an. Dass die Nerven blank lägen oder die Stimmung innerhalb des Teams mies sei, kann Müller nicht bestätigen. Alles sei friedlich. Für noch mehr Frieden könnte ein Sieg heute gegen Stuttgart sorgen. „Dann können wir in Ruhe Weihnachten feiern“, sagt Roth.

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