MT will kämpfen statt rechnen

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In der Abwehr gefordert: MT-Kreisläufer Felix Danner (links), der hier Benjamin Meschke, Kreisläufer des Bergischen HC, an die Leine nimmt. Am Samstag gibt‘s ein Wiedersehen.

Kassel. Melsunger Bundesliga-Handballer treten am Samstagnachmittag ab 15 Uhr beim heimstarken Bergischen HC an.

Nein, gerechnet wird bei der MT Melsungen nicht mehr. Ob es womöglich unter bestimmten Bedingungen vielleicht doch noch zu einem Platz in der Handball-Bundesliga reichen könnte, der den Schützlingen von Trainer Michael Roth die erneute Teilnahme am EHF-Pokal beschert. „Nein, nein“, bekräftigt Felix Danner, „das beschäftigt uns überhaupt nicht.“

Vielmehr gelte es, sagt der Kreisläufer, nach zwei schmerzlichen Niederlagen in Folge „noch mal aus dem aktuellen Loch rauszukommen.“ Gelegenheit dazu besteht heute ab 15 Uhr in der Solinger Klingenhalle beim Bergischen HC. Der kann frei aufspielen, nachdem der Klassenerhalt vorzeitig gesichert ist.

Nicht nur deshalb dürften die Melsunger in der Höhle der (selbsternannten) „Löwen“ vor einer echten Herausforderung stehen. Die sind nämlich extrem heimstark, haben die letzten sieben Partien vor eigenem Publikum nicht verloren, dabei 11:3-Punkte geholt und illustre Gäste wie Hamburg, Berlin und Flensburg geschlagen nach Hause geschickt - die Basis für das vierte Erstligajahr in Folge.

Löwen ohne Druck 

Der große Druck ist vor dem letzten Heimspiel weg, doch der Erfolgshunger ungebrochen. „Ich sehe es als weiteren Schritt in unserer Entwicklung, wenn wir es hinbekommen die Spannung, die uns durch den Abstiegskampf getragen hat, für die verbleibenden Spiele aufrecht zu erhalten,“ sagt Trainer Sebastian Hinze. Das gelang beim 29:30 in Friesenheim nur zum Teil, als seine Mannschaft einen zwischenzeitlichen 7:14-Rückstand letztlich vergeblich hinterher lief. Dafür soll den begeisterungsfähigen Fans nun der zwöflte Heimsieg geschenkt werden.

„Der Bergische HC hat eine aggressive 6:0-Deckung, die immer Alarm macht. Da kann man leicht ins offene Messer laufen“, weiß MT-Trainer Roth. Also gilt es, „den Kampf anzunehmen.“ Und endlich mal wieder die eigenen Trümpfe auszuspielen. „Wir müssen in der Deckung unbedingt stabiler werden“, fordert Roth, nachdem ausgerechnet sein stärkster Mannschaftsteil inklusive Torwart Appelgren zuletzt schwächelte. Das gilt auch für den Mittelblock von Felix Danner und Philipp Müller. Zu deren Entlastung sollen im Angriff Marino Maric und Malte Schröder für frischen Wind sorgen.

Der Blick auf die Tabelle ist erst nach dem letzten Spiel - zu Hause gegen Burgdorf - wieder angesagt. In der Hoffnung, dass die MT bis dahin noch mal die Kurve kriegt. Dann wird sich zeigen, ob’s für den Europapokal reicht oder nicht.

Von Ralf Ohm

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