Sanikis und Mansson im Kader

MT will Schwung aus Pokal gegen Lemgo mitnehmen

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Tänzchen gefällig?: Melsungens Kreisläufer Felix Danner (rechts) und Sebastian Preiß vom TBV Lemgo treffen heute wieder aufeinander.

Kassel. Die einen haben Lachfalten im Gesicht, die anderen Sorgenfalten auf der Stirn. Wenn die Bundesliga-Handballer der MT Melsungen in der 1. Liga heute ab 15 Uhr die Kollegen vom TBV Lemgo empfangen, dann ist es das Duell zweier Teams, die unter ganz unterschiedlichen Vorzeichen in die Restrunde starten können.

Klar, die Nordhessen schweben nach dem Pokalerfolg in Eisenach und dem damit verbundenen Einzug ins Final Four in Hamburg auf Wolke sieben. „Der Sieg hat uns viel Selbstvertrauen gegeben“, unterstreicht Rückraumakteur Jonathan Stenbäcken.

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Dagegen hatten die Ostwestfalen noch keinen Pflichtspiel-Einsatz. Die Schlagzeilen, für die der TBV in den vergangenen Wochen und Monaten gesorgt hatte, waren nicht immer erfreulich. Der Klub hat finanzielle Probleme, die Liste der Abgänge zum Ende der Runde wird immer länger. Nach Spielmacher Martin Strobel (zurück nach Balingen) und Gunnar Dietrich (Friesenheim) werden auch Sebastian Preiß (Erlangen) und Trainer Dirk Beuchler (zum Nachbarn Lübbecke) den Verein verlassen. Was beispielsweise aus Ex-Weltmeister Florian Kehrmann und Arjan Haenen wird, ist absolut offen. Ein Nachfolger für Beuchler ist wohl noch nicht in Sicht.

Zum Vergleich: Bei der MT sind diese Fragen schon alle geklärt. Und auch die aktuelle personelle Lage ist günstiger. Einzig MT-Linksaußen Chris Zufelde muss noch passen. Grigorios Sanikis (Erkältung) und Anton Mansson könnten notfalls mitwirken. „Der Nasenbeinbruch ist gut verheilt“, erläutert der Schwede. Trainer Michael Roth will aber noch kein Risiko eingehen - so wie in Eisenach, wo dann Felix Danner 60 Minuten am gegnerischen Kreis Vollgas geben musste.

Die Gäste holten sich aufgrund der Ausfälle noch Verstärkung während der WM-Pause. So kam Alfredo Sorrentino aus Spanien. „Ich bin froh, dass er bei uns ist. Wir werden alles versuchen, dass er schnell Anschluss findet“, sagt Beuchler. Der Halblinke spricht allerdings nur Spanisch und gebrochen Englisch. So wird er gegen Melsungen nur dazu beitragen können, dass die Arrivierten einige Verschnaufpausen bekommen. „Melsungen hat eine gute und kompakte Mannschaft. Das wird sehr schwer für uns“, warnt der Lemgoer Coach.

Sein Gegenüber Michael Roth spricht allerdings ähnlich respektvoll vom Team aus dem Lipperland. „Trotz der Ausfälle hat Lemgo keine schlechte Truppe da stehen“, sagt der erfahrene Handball-Lehrer. So wird er seine Schützlinge darauf vorbereiten, dass der TBV viel mit Einläufern operiert und oft und gern den Weg zum Kreisspieler sucht. „Wir wollen unbedingt den Schwung aus dem Pokal mitnehmen.“, fordert Roth. Damit das Grinsen bei den Melsungern noch ein Stückchen breiter wird.

Freitag-Spiele: Großwallstadt - Wetzlar 28:26 (13:10), Essen - Gummersbach 28:28 (16:14).

Von Björn Mahr

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