Nach Kantersieg im slowakischen Pokal in Bestbesetzung gegen MT

EHF-Cup: Melsungens Gegner Presov braucht "ein Wunder"

Zerreißprobe: Tatran-Außen Radoslav Antl (links, hier gegen Melsungens Kapitän Nenad Vuckovic) will mit Presov das Wunder schaffen. Foto: Fischer

Presov. „Wir brauchen jetzt ein Wunder.“ Peter David, der Handball-Trainer von Tatran Presov, gibt sich vor dem Rückspiel im Europapokal am Samstag ab 18 Uhr (Tatran-Arena) gegen die MT Melsungen keinen Illusionen hin.

Klar, selbst für eine so heimstarkes Mannschaft wie die von Presov wird es schwer, den Sieben-Tore-Rückstand (24:31) aus dem ersten Vergleich wettzumachen und damit noch den Einzug in die Gruppenphase sicher zu stellen. Ein Situationsbericht.

DIE VORBEREITUNG

Nicht nur die MT musste in dieser Woche ein Heimspiel absolvieren, auch der Spitzenklub aus der Ost-Slowakei. Im Pokal-Halbfinale gelang dem Abonnementmeister ein 37:24 (19:9)-Sieg über Sporta Hlohovec. „Das war überraschend deutlich. Hlohovec gehört zu den Top Drei in der 1. Liga“, sagt Peter David, dessen Team früh mit 10:1 in Führung gelegen hatte. Die besten Schützen waren Außen Radoslav Antl (8) sowie der lettische Hüne Dajnis Kristopans (6).

DAS PERSONAL

Die Reisestrapazen der vergangenen Woche blieben nicht ohne Folgen. So meldeten sich nach der Rückkehr aus Nordhessen mit Abwehrstratege Radovan Pekar und dem tschechischen Linksaußen Jakub Hrstka zwei Akteure krankheitsbedingt ab. Bis zum Anwurf der EHF-Cup-Begegnung soll das Duo wieder fit sein. Andrei Petro, der im Hinspiel wegen eines groben Fouls an MT-Kapitän Nenad Vuckovic die Rote Karte gesehen hatte, darf auflaufen.

DER SPANNUNGSFAKTOR

„Es sind von 120 erst 60 Minuten gespielt. Wir werden noch einmal angreifen“, betont der Ex-Melsunger Alexandr Radcenko. Erst als der 41 Jahre alte Tatran-Regisseur in Kassel eingewechselt wurde und auch weitere Umstellungen im Rückraum vorgenommen worden waren, fand das Team aus der 90:000-Einwohner-Stadt besser in die Partie. Letztlich war Presov aber nur 20 Minuten lang in der Lage, Melsungen zu ärgern. „Unsere erste Reihe hat komplett versagt“, meint David, „ich denke nicht, dass ihr das noch einmal passiert.“ So baut der Coach darauf, dass Kristopans und Oliver Rabek diesmal mehr Druck von den Halbpositionen entfachen.

HEXENKESSEL

Die vereinseigene Halle in der Straße Jana Pavla bietet fast 4000 Zuschauern Platz. Zu den Punktspielen in der höchsten slowakischen Klasse verlieren sich 200 Anhänger in der Tatran-Arena. Dagegen werden die Auftritte in der Seha-Liga gegen Top-Klubs wie Veszprem von 2000 und 3000 Fans besucht. „Wir wollen eine volle Hütte“, hofft Peter David.

Deshalb richtete der Verein sogar ausnahmsweise einen Kartenvorverkauf ein. Seit Dienstag gibt es bereits Tickets. Wobei die Sitze in der Arena nicht nummeriert sind. Für die Verantwortlichen der MT wird es besondere Plätze geben. Der Gastgeber rechnet mit insgesamt 3000 Zuschauern.

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.