Handball: Müde Melsunger zeigen Moral gegen Bundesliga-Konkurrenten

MT wird Dritter bei Turnier in Frankfurt

Hinterließ einen guten Eindruck: Michael Schweikardt. Foto:  Kasiewicz

Frankfurt/Kassel. Nach dem einwöchigen Trainingslager auf Fuerteventura gab es für die Bundesliga-Handballer der MT Melsungen in der Vorbereitung auf die Rückrunde einen ersten Härtetest. Das Team von Trainer Michael Roth ist am Sonntag beim „Sparda-Bank Hessen-Cup“ in Frankfurt angetreten und hat nach einem knappen 25:24-Sieg im kleinen Finale gegen Liga-Konkurrent Hüttenberg den dritten Platz belegt. „Ich bin absolut zufrieden. Zumal die Spieler heute wirklich Moral bewiesen haben“, sagte Roth nach dem Turnier.

Weil das Melsunger Lazarett immer noch gut gefüllt ist und Kapitän Nenad Vuckovic zudem bei der Europameisterschaft in Serbien weilt, reisten die Nordhessen nur mit sieben Feldspielern in die Mainmetropole. In der ersten Partie, die zugleich das Halbfinale darstellte, traten die Roth-Schützlinge in der Wolfgang-Steubing-Halle gegen den Bergischen HC an und mussten sich erst nach Siebenmeter-Werfen dem Tabellen-15. geschlagen geben.

Vor dem Spiel um Platz drei verabschiedete sich auch noch Alin Florin Sania. Melsungens Halblinker hatte einen Anruf von seiner Frau bekommen, die hochschwanger ins Krankenhaus musste. So waren es nur noch sechs Feldspieler gegen den TV Hüttenberg, der zuvor gegen Großwallstadt den Kürzeren gezogen hatte. Und obwohl harte Konditionseinheiten in den müden Knochen steckten, verwandelten die Bartenwetzer einen Vier-Tore-Rückstand zur Halbzeit noch in einen Sieg.

Vor allem Michael Schweikardt, der für Patrik Fahlgren die Rückraummitte übernahm, habe einen guten Eindruck hinterlassen. „Aber insgesamt muss ich alle Spieler loben. Sie haben wirklich eine optimale Einstellung gezeigt. Das möchte ich sehen“, sagte Roth. Deswegen hätten sich seine Schützlinge heute einen Tag ohne Training verdient. Am Mittwoch steht dann ein Testspiel in Roths Heimat bei der SG Leutershausen auf dem Programm. (lip)

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