DEL-Playoffs

Meister München nach 7:2 in Wolfsburg vor Titelverteidigung

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Münchens Michael Wolf trifft gegen die Grizzlys Wolfsburg. Foto: Hermann Hay

Welch eine Reaktion! Nach der Heimpleite am Donnerstag schlägt Meister München im DEL-Finale zurück und deklassiert Vize-Champion Wolfsburg auf dessen Eis. Nur noch ein Sieg fehlt zur Titelverteidigung.

Wolfsburg (dpa) - Der EHC Red Bull München kann am Ostermontag die Titelverteidigung in der Deutschen Eishockey Liga (DEL) perfekt machen. Mit einer Demonstration der eigenen Stärke triumphierte das Team von Trainer Don Jackson mit 7:2 (2:2, 3:0, 2:0) bei den Grizzlys Wolfsburg.

In der Neuauflage der Finalserie aus dem vergangenen Jahr führt der Meister nun mit 3:1 Siegen. Zum erneuten Titel sind vier Erfolge notwendig. Am Montag (15.15 Uhr) spielen die Münchner wieder vor eigenem Publikum. "Was soll ich sagen? Wir brauchen noch eins", sagte der überragende Doppeltorschütze Michael Wolf (10. Minute/28.).

Am Donnerstag hatte Wolfsburg in München im zehnten DEL-Finalspiel seit 2011 noch den ersten Sieg errungen. In einem spektakulären Spiel rächten sich die Bayern am Samstag jedoch eindrucksvoll. Wolfsburg kassierte die höchste Heim-Niederlage in einem DEL-Finale überhaupt. "Vielleicht ist es ganz gut, einmal so zu verlieren", sagte Wolfsburgs Angreifer Sebastian Furchner.

Vor allem Münchens Kapitän Wolf mit einem Treffer in Unterzahl und einem Traumtor per Schlagschuss von der blauen Linie zeigte seine ganze Klasse. Die übrigen Tore erzielten Maximilian Kastner (16.), Konrad Abeltshauser (22.), Frank Mauer (28.), Jonathan Matsumoto (46.) und Brooks Macek (57.).

Dabei hatte Wolfsburg wieder stark begonnen und war durch Jeremy Dehner (8.) und Brent Aubin (11.) zweimal in Führung gegangen. München indes hielt dem Druck stand, glich noch im ersten Drittel zweimal aus und spielte im Mittelabschnitt seine ganze Klasse aus.

Das Überzahlspiel funktionierte auf einmal nahezu perfekt. Binnen 29 Sekunden zogen die Gäste in zwei Powerplay-Situationen entscheidend davon. Das 5:2 durch Nationalspieler Mauer fiel nur fünf Sekunden, nachdem Wolfsburgs Alexander Weiss eine überflüssige Strafe kassiert hatte. "Das Powerplay funktioniert. Das ist der Schlüssel momentan. Besser kann es nicht laufen", sagte Mauer anschließend bei telekomeishockey.de. Auch Matsumotos Schlusspunkt fiel im Powerplay.

Wolfsburg half allerdings beim deutlichen Sieg Münchens auch tüchtig mit. Das Team von Disziplin-Fanatiker Pavel Gross kassierte diesmal zu viele unnötige Strafen. Auch Keeper Felix Brückmann hielt lange nicht so stark wie zuletzt. Bei den Schlagschuss-Hammern von Abeltshauser und dem zweiten Treffer von Wolf war allerdings auch der Nationalkeeper vollkommen machtlos. Für Wolf waren es seine Treffer sechs und sieben in den Playoffs und die DEL-Tore 301 und 302 insgesamt. Wolfsburg droht damit bei der dritten Finalteilnahme nach 2011 und 2016 die dritte Pleite.

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