Letztes Grand Slam des Jahres

US Open: Nadal unter den letzten Acht - Pliskova im Eiltempo

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Rafael Nadal steht in New York im Viertelfinale.

Reizvolles Generationenduell für Rafael Nadal: Der topgesetzte Paris-Rekordsieger hat am Labor Day erstmals seit vier Jahren das Viertelfinale der US Open erreicht und steht dort vor einer besonderen Aufgabe. 

Nadal (31) trifft am Mittwoch auf den 19-jährigen Andrej Rublew (Russland), dem jüngsten New-York-Viertelfinalisten seit 2001.

Während der Mallorquiner Nadal beim 6:2, 6:4, 6:1 im Achtelfinale gegen den Ukrainer Alexander Dolgopolow seiner Favoritenrolle gerecht wurde, überraschte der Weltranglisten-53. Rublew beim 7:5, 7:6 (7:5), 6:3 über den allerdings am Knie verletzten David Goffin (Belgien/Nr. 9).

Das anstehende Duell mit seinem Idol Nadal ist für Rublew etwas ganz besonderes: "Rafa ist ein wahrer Champion. Ich werde versuchen, das Match zu genießen. Schließlich habe ich nichts zu verlieren", meinte "Rubl", der vor ein paar Wochen im Viertelfinale der Gerry Weber Open in Halle/Westfalen gestanden hatte. Der Umag-Gewinner von 2017 hatte vor drei Jahren das Juniorenturnier der French Open gewonnen.

Nadal könnte im Halbfinale auf Federer treffen

Nadal allerdings wollte nichts wissen von der vermeintlich krassen Außenseiterrolle seines Gegners. "Er ist kein Kind mehr, für das alles neu ist. Andrej hat auf der Tour schon viele Matches gewonnen. Und natürlich hat er auch etwas zu verlieren", sagte der zweimalige Flushing-Meadows-Sieger Nadal über Rublew, mit dem er in Spanien vor ein paar Jahren schon einmal trainiert hatte.

Im Halbfinale könnte dann die 38. Auflage des Klassikers Nadal gegen seinen Dauerrivalen Roger Federer (Nr. 3) warten. Der Schweizer trifft am Montagabend Ortszeit im Achtelfinale aber erst einmal auf Philipp Kohlschreiber. Der an Position 32 gesetzte Augsburger ist der letzte im Feld verbliebene deutsche Profi.

Kvitova schaltet Muguruza aus - Pliskova im Eiltempo

Bei den Frauen sorgte ausgerechnet Petra Kvitova auf der schillerndsten aller Tennis-Bühnen für eine Überraschung und bereitete sich ein vorläufiges Happy End. Die zweimalige Wimbledonsiegerin aus Tschechien, die im Dezember 2016 Opfer einer brutalen Messerattacke geworden war, zog ins Viertelfinale ein und darf von ihrem ersten New-York-Titel träumen.

Kvitova schaltete in der Runde der letzten 16 die formstarke Garbine Muguruza (Spanien/Nr. 3) in einer packenden Begegnung mit 7:6 (7:3), 6:3 aus. "Ich bin einfach nur glücklich. Nach meiner Rückkehr genieße ich jeden dieser Momente noch mehr", sagte die an Position 13 gesetzte Kvitova.

Es ist ihr bislang bestes Abschneiden bei einem Grand-Slam-Turnier seit ihrem Comeback im Frühjahr. Die Linkshänderin war am 20. Dezember 2016 in ihrem Apartment im tschechischen Prostejov überfallen und von einem bislang nicht gefassten Einbrecher mit einem Messer schwer an der Schlaghand verletzt worden. Es folgte eine vierstündige Operation, bei der Schädigungen an fünf Sehnen und zwei Nervensträngen behoben wurden.

"Ich wusste damals nicht, wo die Reise hinführt. Jetzt stehe ich hier und erlebe ein Happy End", meinte die sichtlich bewegte Kvitova. Ihr Team in der Box trug wie gewohnt die blauen T-Shirts mit der Aufschrift "Courage, Belief" und dem tschechischen Begriff "Pojd" ("auf geht's").

Keine Blöße gab sich die topgesetzte Tschechin Karolina Pliskova. Im Eiltempo buchte die letztjährige Finalistin durch das 6:1, 6:0 gegen Jennifer Brady (USA) ihr Viertelfinal-Ticket.

Pliskova hatte in ihrem Drittrundenspiel gegen die Chinesin Zhang Shuai (Nr. 27) sogar einen Matchball abwehren müssen. Nächste Gegnerin der 25-Jährigen ist nun entweder Coco Vandeweghe (USA/Nr. 20) oder ihre tschechische Fed-Cup-Kollegin Lucie Safarova.

SID

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