"Das Resultat ist nicht fair"

Nach Sturm-Sieg: Tschudinow fordert Rückkampf

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Felix Sturm (l.) und Fjodor Tschudinow.

Oberhausen - Nach der äußerst umstrittenen Niederlage im WM-Kampf gegen Box-Champion Felix Sturm hat das Lager des unterlegenen Supermittelgewichtlers Fjodor Tschudinow die Wertung in Zweifel gezogen und einen Rückkampf im Mai in Moskau gefordert.

„Das Resultat ist nicht fair. Ich respektiere Felix, aber ich habe nicht verloren“, sagte Tschudinow.

Sturm (37) hatte den acht Jahre jüngeren Tschudinow am Samstagabend in Oberhausen umstritten nach Punkten (114:114, 115: 113, 115:113) besiegt und sich als erster Deutscher zum fünften Mal zum Weltmeister gekürt. Der zuvor unbesiegte Tschudinow, der Sturm im ersten Aufeinandertreffen im Mai vergangenen Jahres besiegt hatte, kassierte im 15. Kampf seine erste Niederlage.

Tschudinows Trainer Artur Piduriew witterte eine Verschwörung. „Deutschland ist ein gutes, großes Land, aber es ist nicht das erste Mal, dass ihr den Sport töten wollt. Ihr wollt junge Sportler zu Fall bringen“, sagte Piduriew auf der lebhaften Pressekonferenz nach dem Kampf und ergänzte mit Blick auf Sturm: „Schaut euch sein Gesicht an, es ist grün.“

Auf die Forderung nach einem zeitnahen Rückkampf reagierte Sturm, dessen Gesicht geschwollen und mit blauen Flecken übersät war, zumindest äußerlich gelassen. „Ich habe kein Problem damit, nach Moskau zu kommen. Wenn ihr zahlt, kommen wir. Kein Problem. Ich brauche mich für nichts zu schämen“, sagte Sturm, der einen Termin im Mai jedoch als „zu früh“ bezeichnete.

Zuvor hatte Sturm allerdings eine Fortsetzung seiner Karriere offen gelassen. „Vielleicht war das mein letzter Kampf, vielleicht habe ich zum letzten Mal alles aus mir rausgeholt“, sagte Sturm, der gesundheitliche Schwierigkeiten offenbarte: „Ich habe ein bisschen Probleme mit dem linken und rechten Ellbogen, eigentlich bräuchte ich eine Operation.“

sid

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