Protest gegen US-Präsidenten

NBA-Basketballer legen im Streit mit Trump nach

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LeBron James bezeichnete Donald Trump als „Penner“.

Aus Protest gegen Trump gingen am Sonntag Football-Spieler beim Abspielen der US-Nationalhymne erneut auf die Knie oder blieben auf der Spielerbank sitzen. Am Montag legten die Basketballer nach. Auch im Sport brodelt die politische Debatte weiter.

New York - Einen Tag nachdem Spieler, Trainer und Teambesitzer der amerikanischen Football-Liga NFL ein Zeichen gegen US-Präsident Donald Trump und dessen Attacken gegen NFL-Profis gesetzt hatten, waren am Montag die Basketballer aus der nordamerikanischen NBA an der Reihe. Beim ersten offiziellen Medientag der neuen Saison drehte sich fast alles um Politik.

Die NBA-Teams stellten sich den Fragen der Medienvertreter, nachdem Trump NFL-Spieler für deren Nationalhymnen-Protest kritisiert und die Einladung an die Golden State Warriors zum obligatorischen Meisterschaftsbesuch im Weißen Haus via Twitter zurückgezogen hatte. Superstar LeBron James nannte den Präsidenten daraufhin einen „Penner“ und erklärte, der Besuch im Weißen Hause sei immer eine Ehre gewesen - bis Trump dort einzog.

Viele NBA-Stars wettern gegen Trump

James, der für die Cleveland Cavaliers auf Punktejagd geht, betonte, die Menschen regierten das Land, nicht eine einzelne Person - schon gar nicht Trump. Der dreifach NBA-Champion nannte Trump allerdings nicht beim Namen, sondern bezeichnete ihn nur als „der Typ“. Viele Spieler in der Liga waren ihrerseits über die Wortwahl des Präsidenten verärgert. Dieser hatte Football-Spieler, die sich beim Erklingen der Nationalhymne knien oder sitzen bleiben, als „Hurensöhne“ bezeichnet.

„Du kannst nichts Beleidigenderes sagen“, sagte Tyson Chandler, Centerspieler der Phoenix Suns. Bradley Beal, der für die Washington Wizards in der US-Hauptstadt spielt, nannte Trump einen „Clown“, der Toronto-Raptors-Flügelspieler DeMar DeRozan bezeichnte den Präsidenten als „sogenannten Anführer“.

Der Trainer der Memphis Grizzlies, David Fizdale, der sich seit den tödlichen Ausschreitungen von Charlottesville im US-Staat Virginia für die Beseitigung aller Konföderierten-Wahrzeichen aus der Stadt einsetzt, sagte, nicht die Spieler zeigten Respektlosigkeit gegenüber dem Militär, sondern Trump selbst.

„Schau dir an, was er mit Nordkorea macht. Er bringt unsere Truppen in Gefahr, indem er einen Krieg anzettelt“, so Fizdale. „Wenn wir also über Respektlosigkeit gegenüber unserem Militär reden, dann müssen wir uns anschauen, wer sich wirklich respektlos verhält und wer unser Militär durch die Ausübung unserer Rechte ehrt“.

Jordan unterstützt friedlichen Protest

Basketball-Legende Michael Jordan erklärte bereits am Sonntag, dass die USA eine lange Tradition von gewaltlosen, friedlichen Protesten haben. „Diejenigen, die vom Recht Gebrauch machen, sich friedlich zu äußern, sollten nicht verteufelt oder geächtet werden“.

Und auch in der amerikanischen Motorsport-Serie NASCAR, die ihre Wurzeln in den Südstaaten der USA hat, werden mittlerweile Stimmen laut, die nicht mit Trump übereinstimmen. Dale Earnhardt Jr., der beliebteste Fahrer in der Rennserie, sagte am Montag bei Twitter, er unterstütze das Recht auf friedliche Proteste. Earnhards Aussage steht in klarem Kontrast zu etlichen NASCAR-Teambesitzern, die erklärten, dass sie protestierende Fahrer nicht billigen würden. Trump zeigte sich stolz auf die Aussagen der Rennstallbesitzer.

Beim letzten Spiel des dritten Spieltags in der NFL führten die Dallas Cowboys und Arizona Cardinals fort, was der Rest der Liga am Sonntag begonnen hatte: Die Spieler beider Mannschaften gingen auf die Knie und verhakten die Armen ineinander.

NBA: Die wertvollsten Teams der Basketball-Profiliga

Das Wirtschaftsmagazin Forbes hat eine Rangliste der wertvollsten Franchises der NBA erstellt. Wir zeigen Ihnen die Plätze 30 bis 1.
Das Wirtschaftsmagazin Forbes hat eine Rangliste der wertvollsten Franchises der NBA erstellt. Wir zeigen Ihnen die Plätze 30 bis 1. © AFP
Platz 30: New Orleans Pelicans - 1 Milliarde Dollar (Stand: Februar 2018)
Platz 30: New Orleans Pelicans - 1 Milliarde Dollar (Stand: Februar 2018) © AFP
Platz 29: Memphis Grizzlies - 1,025 Milliarden Dollar (Stand: Februar 2018)
Platz 29: Memphis Grizzlies - 1,025 Milliarden Dollar (Stand: Februar 2018) © AFP
Platz 28: Charlotte Hornets - 1,05 Milliarden Dollar (Stand: Februar 2018)
Platz 28: Charlotte Hornets - 1,05 Milliarden Dollar (Stand: Februar 2018) © AFP
Platz 27: Minnesota Timberwolves - 1,06 Milliarden Dollar (Stand: Februar 2018)
Platz 27: Minnesota Timberwolves - 1,06 Milliarden Dollar (Stand: Februar 2018) © AFP
Platz 26: Milwaukee Bucks - 1,075 Milliarden Dollar (Stand: Februar 2018)
Platz 26: Milwaukee Bucks - 1,075 Milliarden Dollar (Stand: Februar 2018) © AFP
Platz 25: Detroit Pistons - 1,1 Milliarden Dollar (Stand: Februar 2018)
Platz 25: Detroit Pistons - 1,1 Milliarden Dollar (Stand: Februar 2018) © AFP
Platz 24: Denver Nuggets - 1,125 Milliarden Dollar (Stand: Februar 2018)
Platz 24: Denver Nuggets - 1,125 Milliarden Dollar (Stand: Februar 2018) © AFP
Platz 23: Atlanta Hawks - 1,15 Milliarden Dollar (Stand: Februar 2018)
Platz 23: Atlanta Hawks - 1,15 Milliarden Dollar (Stand: Februar 2018) © dpa
Platz 22: Indiana Pacers - 1,175 Milliarden Dollar (Stand: Februar 2018)
Platz 22: Indiana Pacers - 1,175 Milliarden Dollar (Stand: Februar 2018) © AFP
Platz 21: Philadelphia 76ers - 1,18 Millarden Dollar (Stand: Februar 2018)
Platz 21: Philadelphia 76ers - 1,18 Millarden Dollar (Stand: Februar 2018) © AFP
Platz 20: Utah Jazz - 1,2 Milliarden Dollar (Stand: Februar 2018)
Platz 20: Utah Jazz - 1,2 Milliarden Dollar (Stand: Februar 2018) © AFP
Platz 19: Orlando Magic - 1,225 Milliarden Dollar (Stand: Februar 2018)
Platz 19: Orlando Magic - 1,225 Milliarden Dollar (Stand: Februar 2018) © dpa
Platz 18: Oklahoma City Thunder - 1,25 Milliarden Dollar (Stand: Februar 2018)
Platz 18: Oklahoma City Thunder - 1,25 Milliarden Dollar (Stand: Februar 2018) © AFP
Platz 17: Phoenix Suns - 1,28 Milliarden Dollar (Stand: Februar 2018)
Platz 17: Phoenix Suns - 1,28 Milliarden Dollar (Stand: Februar 2018) © AFP
Platz 16: Portland Trail Blazers - 1,3 Milliarden Dollar (Stand: Februar 2018)
Platz 16: Portland Trail Blazers - 1,3 Milliarden Dollar (Stand: Februar 2018) © AFP
Platz 15: Cleveland Cavaliers - 1,325 Milliarden Dollar (Stand: Februar 2018)
Platz 15: Cleveland Cavaliers - 1,325 Milliarden Dollar (Stand: Februar 2018) © AFP
Platz 14: Washington Wizards - 1,35 Milliarden Dollar (Stand: Februar 2018)
Platz 14: Washington Wizards - 1,35 Milliarden Dollar (Stand: Februar 2018) © AFP
Platz 13: Sacramento Kings - 1,375 Milliarden Dollar (Stand: Februar 2018)
Platz 13: Sacramento Kings - 1,375 Milliarden Dollar (Stand: Februar 2018) © AFP
Platz 12: Toronto Raptors - 1,4 Milliarden Dollar (Stand: Februar 2018)
Platz 12: Toronto Raptors - 1,4 Milliarden Dollar (Stand: Februar 2018) © dpa
Platz 11: San Antonio Spurs - 1,55 Milliarden Dollar (Stand: Februar 2018)
Platz 11: San Antonio Spurs - 1,55 Milliarden Dollar (Stand: Februar 2018) © AFP
Platz 10: Miami Heat - 1,7 Milliarden Dollar (Stand: Februar 2018)
Platz 10: Miami Heat - 1,7 Milliarden Dollar (Stand: Februar 2018) © AFP
Platz 9: Dallas Mavericks - 1,9 Milliarden Dollar (Stand: Februar 2018)
Platz 9: Dallas Mavericks - 1,9 Milliarden Dollar (Stand: Februar 2018) © AFP
Platz 8: Los Angeles Clippers - 2,15 Milliarden Dollar (Stand: Februar 2018)
Platz 8: Los Angeles Clippers - 2,15 Milliarden Dollar (Stand: Februar 2018) © AFP
Platz 7: Houston Rockets - 2,2 Milliarden Dollar (Stand: Februar 2018)
Platz 7: Houston Rockets - 2,2 Milliarden Dollar (Stand: Februar 2018) © AFP
Platz 6: Brooklyn Nets - 2,3 Milliarden Dollar (Stand: Februar 2018)
Platz 6: Brooklyn Nets - 2,3 Milliarden Dollar (Stand: Februar 2018) © AFP
Platz 5: Boston Celtics - 2,5 Milliarden Dollar (Stand: Februar 2018)
Platz 5: Boston Celtics - 2,5 Milliarden Dollar (Stand: Februar 2018) © AFP
Platz 4: Chicago Bulls - 2,6 Milliarden Dollar (Stand: Februar 2018)
Platz 4: Chicago Bulls - 2,6 Milliarden Dollar (Stand: Februar 2018) © AFP
Platz 3: Golden State Warriors - 3,1 Milliarden Dollar (Stand: Februar 2018)
Platz 3: Golden State Warriors - 3,1 Milliarden Dollar (Stand: Februar 2018) © AFP
Platz 2: Los Angeles Lakers - 3,3 Milliarden Dollar (Stand: Februar 2018)
Platz 2: Los Angeles Lakers - 3,3 Milliarden Dollar (Stand: Februar 2018) © AFP
Platz 1: New York Knicks - 3,6 Milliarden Dollar (Stand: Februar 2018)
Platz 1: New York Knicks - 3,6 Milliarden Dollar (Stand: Februar 2018) © AFP

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dpa

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