NBA-Star fehlt weiterhin verletzt

Warten auf das "Weihnachtsgeschenk" Nowitzki

+
Dirk Nowitzki von den Dallas Mavericks war zuletzt zum Zuschauen verdammt.

Dallas - Das Warten geht für Dirk Nowitzki weiter. Der angeschlagene Superstar fehlte den Dallas Mavericks auch am Montagabend in Denver, zu Weihnachten soll es nach gut vier Wochen mit dem Comeback klappen.

Eingepackt unter dem Tannenbaum wird Dirk Nowitzki nicht liegen. Zu den Feiertagen möchte der Superstar aber für glückliche Gesichter sorgen - nicht nur bei seinen Kindern. "Vielleicht bin ich ein Weihnachtsgeschenk", sagte der Würzburger zuletzt und meinte seine mögliche Rückkehr auf das Basketballfeld.

Seit fast vier Wochen fehlt Nowitzki den Dallas Mavericks. Auch das Spiel am Montagabend in Denver kam noch zu früh für den 38-Jährigen, doch es geht aufwärts. Die Probleme an der rechten Achillessehne sind so weit im Griff, dass der Rekonvaleszent am Donnerstag wieder im Mannschaftstraining dabei sein soll.

Nowitzki will nichts übereilen. "Das letzte Mal bin ich zu früh zurückgekommen und hatte deswegen einen kleinen Rückschlag", erklärte er zu seinem ersten Comeback Ende November nach acht Spielen Pause. Zweimal lief er damals innerhalb von drei Tagen auf, dann war wieder Schluss.

Hängt Nowitzki seine Basketball-Schuhe bereits 2017 an den Nagel?

Die hartnäckige Verletzung hat Nowitzki ins Grübeln gebracht. Eigentlich will der frühere Nationalspieler bis 2018 dem Ball nachjagen und die 20 Jahre bei den Mavericks voll machen. Doch der einst wertvollste NBA-Profi schließt längst nicht mehr aus, dass seine einzigartige Karriere vielleicht im Sommer endet.

"Wenn es nicht toll läuft und es überall wehtut, kann schon 2017 Schluss sein", sagte Nowitzki erst in der vergangenen Woche der Sport Bild. Doch er wird alles dafür tun, nicht nach dieser Saison abzutreten. Denn Dallas ist auf dem besten Weg, für eine riesige Enttäuschung zu sorgen.

Dallas mit der schlechtesten Bilanz aller NBA-Teams

Das 107:117 bei den Nuggets in Denver war die 21. Niederlage im 28. Spiel. Kein Team ist so schlecht wie Dallas, das Saisonziel Play-offs ist in weiter Ferne. Gerade deshalb wäre es so wichtig, dass Nowitzki wieder eingreifen kann, auch wenn wahrscheinlich nicht mehr viel zu retten ist.

Nowitzki begleitet das Team beim derzeitigen Auswärtstrip. Beim Wurftraining macht er mit, zum Kader gehört er nicht. Auch für das Spiel am Mittwoch bei den Portland Trail Blazers ist der 13-malige Allstar keine Option, frühestens am Freitag bei den L.A. Clippers könnte es was werden, doch das ist unwahrscheinlich.

Soll es zu Weihnachten klappen, ist am Montag die letzte Chance. Am zweiten Feiertag spielt Dallas nach einem freien Wochenende bei den New Orleans Pelicans, ein guter Zeitpunkt für das nicht nur vom Routinier selbst sehnlich erwartete Comeback.

Dallas-Trainer Carlisle: „Wir brauchen ihn“

"Wir brauchen ihn, das ist offensichtlich", sagte Trainer Rick Carlisle vor wenigen Tagen nach einer von vielen deprimierenden Niederlagen. Gegen Denver kehrte immerhin nach vielen Wochen Spielmacher J.J. Barea zurück, anders als Top-Center Andrew Bogut, der wie Nowitzki zum Warten verdammt ist.

Die Schwierigkeiten für Dallas, dem Meister von 2011, sind enorm. Die Statistiker des TV-Senders ESPN prognostizieren, dass die Mavs am Ende der Hauptrunde mit 29 Siegen und 53 Niederlagen die Play-offs verpassen werden. Es wäre die erste negative Bilanz seit 1999/2000, Nowitzkis zweiter Saison.

Das "German Wunderkind" sollte zu Weihnachten jede Minute nutzen, um abzuschalten. Gedanken an die Arbeit würden die Stimmung im Hause Nowitzki wohl nachhaltig trüben.

SID

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.