Netztreffer: Erfurter Kammlott erzielt Tor mit Hacke wie einst Fritz Walter

Am Ende jubelte Dynamo Dresden zwar über den perfekten Saisonstart, doch mit seinem spektakulären Traumtor sorgte Carsten Kammlott für den Höhepunkt.

In einer Art Vorwärtssalto traf der Angreifer von Rot-Weiß Erfurt den Ball mit der Hacke und schoss ihn unhaltbar in den Winkel. „Am Ende wäre mir ein Punkt lieber gewesen als die Gewissheit, dass wir hier das schönste Tor des Tages geschossen haben“, sagte Erfurts Trainer Christian Preußer. Kammlotts Treffer aber weckt Erinnerungen an ein Tor, dass am 6. Oktober 1956 in Leipzig gefallen ist und von keinem Geringeren als Fritz Walter erzielt wurde. An jenem denkwürdigen 6. Oktober trafen sich Wismut Karl-Marx-Stadt und der 1. FC Kaiserslautern mitten im Kalten Krieg zu einem Freundschaftsspiel, und Fritz Walter hat später die Szene in seinem Fußball-Lehrbuch „So habe ich’s gemacht“ wie folgt geschildert: „Der von rechts kommende Flankenball senkte sich hinter meinem Rücken. Da ließ ich mich nach vorn fallen, fast in den Handstand und schlug mit der Hacke zu. Aus zwölf, fünfzehn Metern Entfernung flog der Ball haarscharf ins obere Toreck. Dass es ein Tor wurde, war Glück. Dass ich in dieser Situation aber überhaupt an den Ball kam und ihn traf, das war kein Glück.“ Übrigens: Der 1. FC Kaiserslautern gewann das Spiel 5:3.

• Das Video zu dem Treffer:

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