Hedemündener SV

Mit schweren Eisen gegen die sportliche Langeweile

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Loik, Jan und Lennart Ludwig (von links) haben auch im eigenen Wohnzimmer sichtlich Spaß beim Kettlebell Fit-Training. 

Wenn bei Jan Ludwig der Fernseher läuft, kommen er und seine beiden Söhne Lennart und Loik in diesen Tagen oft ins Schwitzen.

Die drei Sportbegeisterten gehören zu einer ganzen Reihe von Mitgliedern des Hedemündener Sportvereins „HSV Eintracht“, die ein eigens für die Zeit der Corona-Krise ins Leben gerufene Angebot wahrnehmen und im eigenen Wohnzimmer ein angeleitetes Kraft- und Ausdauertraining absolvieren. Nachdem auch der HSV Mitte März seinen kompletten Sportbetrieb hatte einstellen müssen, hatte ein Teilnehmer des vor zwei Jahren angebotenen Kettlebell Fit-Kurses eine zündende Idee: Ein angeleitetes Workout für zu Hause. „Wir waren sofort davon angetan und boten den Teilnehmern des Kurses an, sich eine Kettlebell vom Verein auszuleihen“, sagt der Vereinsvorsitzende Marco Schulz. Dabei handelt es sich um eine Kugelhantel mit einem festen Griff und einem Gewicht zwischen vier und 16 Kilogramm. Seither stellen die beiden Trainer Florian Grieben und Lars Lehmann zweimal pro Woche ein Training in Form von selbst gedrehten Videos über die WhatsApp-Gruppe des Kurses zur Verfügung. Typische Übungen sind das Schwingen der Hantel zwischen den Beinen (sowohl ein- als auch beidarmig), das Reißen, das Umsetzen und das Stoßen nach oben. Aber auch Halteübungen in den unterschiedlichsten Positionen gehören zum Programm und können mindestens ebenso anstrengend sein.

„In den Videos erklären die Kursleiter das Training, machen die Übungen vor und geben Hinweise zur korrekten Durchführung“, sagt der HSV-Vorsitzende Marco Schulz. Ein Training bestehe in der Regel aus drei Teilen: Einem Aufwärmteil, einem Kraft- oder Technikteil sowie einem Abschluss-Workout.

„Rund 20 Teilnehmer haben sich eine Kettlebell ausgeliehen“, ist Schulz von der Resonanz begeistert. In den Tagen, nachdem ein neues Training zur Verfügung gestellt wurde, erfolge dann meist ein reger Austausch in der WhatsApp-Gruppe. „Da werden Bilder während oder nach dem Training hochgeladen und es wird geschrieben, wie anstrengend es empfunden wurde“, so Schulz. Sein Dank gelte den Kursleitern, die sich mit viel Engagement an dieser tollen Aktion beteiligen würden, „aber auch all den treuen Mitgliedern, die auch in dieser schwierigen Zeit zum Verein halten.“

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