Sieg an Pinturault

Neureuther Achter bei Riesenslalom in Adelboden

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Felix Neureuther beim Riesenslalom in Adelboden. Foto: Jean-Christophe Bott

Die Chancen auf einen Spitzenplatz waren für Felix Neureuther schon nach einem völlig verpatzten ersten Lauf dahin. Beim Riesenslalom von Adelboden war das Podium auch mit einem guten Finish unerreichbar. Im Kampf um den Sieg zeigten zwei Dauerrivalen eine große Show.

Adelboden (dpa) - Felix Neureuther hat beim Weltcup-Riesenslalom von Adelboden das Podium verpasst. Der beste deutsche Skirennfahrer wurde wegen eines völlig verpatzten ersten Laufs nur Achter.

An der Spitze entschied der Franzose Alexis Pinturault ein famoses Duell mit Marcel Hirscher aus Österreich um vier Hundertstelsekunden für sich. Dritter wurde Hirschers Landsmann Philipp Schörghofer (+1,94).

"Ich habe leider im ersten Durchgang mit vielen, vielen Fehlern sicher ein absolutes Spitzenresultat aus der Hand gegeben", erklärte Neureuther, der sich zudem am Vormittag am Oberschenkel verletzte und das Finale mit Schmerzmitteln bestritt. "Das ist schon ärgerlich." Am Ende fehlten dem Routinier 33 Hundertstelsekunden auf das Podest. "Wenn ich die Fehler weglasse, ist der Abstand gar nicht so groß."

Am Vormittag hatte Neureuther einen verkorksten Lauf gezeigt und wäre mehrmals fast ausgeschieden. "Ich war einfach zu ungeduldig, wollte immer zu früh rein, zu früh rein, und das ist auf so einem Hang der Tod", sagte er. "Das waren Fehler, die ich nicht machen darf."

"In einer eigenen Liga" rasten am Chuenisbärgli Pinturault und Hirschers ins Tal, wie Neureuther einräumte. Der Franzose feierte seinen dritten Saisonsieg im Riesenslalom und insgesamt den 19. Erfolg im Weltcup. Damit ist er nun vor Ski-Legende Jean-Claude Killy der erfolgreichste Franzose in der Historie. "Ich bin natürlich sehr glücklich über den Rekord", bekannte Pinturault.

Auch Hirscher, der im Finale Laufbestzeit fuhr, schaffte es in die Geschichtsbücher: Dank des 100. Podestplatzes zog er mit Marc Girardelli gleich. Mehr Podien gelangen nur Ingemar Stenmark (155).

Stefan Luitz war im ersten Durchgang mit der viertbesten Zwischenzeit wenige Tore vor dem Ziel ausgeschieden. "Ich weiß für den Kopf, dass ich schnell Ski fahren kann, aber ich wollte halt ein wenig mehr zeigen", sagte er. Dominik Schwaiger verpasste als 31. die Qualifikation für den zweiten Lauf ebenso wie Linus Straßer (39.).

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