Lob für Schröder

Nowitzki nach zweiter Niederlage: "Bin positiv überrascht"

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Vor Dirk Nowitzki und dem deutschen Team liegt in den nächsten Wochen viel Arbeit.  

Bremen - Die deutschen Basketballer haben auch das zweite Spiel nach der Rückkehr von Dirk Nowitzki verloren. Der Superstar ist dennoch „positiv überrascht“ von sich selbst. Von einem Teamkollegen schwärmt er ausgiebig.

Fragen an Basketball-Superstar Dirk Nowitzki nach dem 63:80 im EM-Test der deutschen Nationalmannschaft gegen Kroatien.

Das erste Spiel seit vier Jahren in Deutschland, wie war es?

Nowitzki: Das Gänsehaut-Gefühl geht nie weg. Fast 10 000 Leute und die Hymne wieder zu singen, das ist ein tolles Gefühl, es war wieder eine super Stimmung. Leider war das Spiel nicht so toll, Kroatien war eine Nummer besser als wir. Wir haben gesehen, dass wir uns eine Menge verbessern müssen.

Wie bewerten Sie die Leistung?

Nowitzki: Ich muss noch ein bisschen besser integriert werden, nur fünf Schüsse im Spiel werden einfach nicht langen, um oben mitzuspielen. Wir haben hinten nicht gut gestanden, vorne ist eine gute internationale Mannschaft mit knapp 60 Punkten schwer zu schlagen. Die haben uns von außen ganz schön die Dinger reingehauen, vor zwei Tagen haben wir besser gereboundet. Immer wenn das Spiel langsam ist, wird es schwer für uns.

Wie klappt das Zusammenspiel mit Dennis Schröder?

Nowitzki: Dennis ist ein wahnsinnig athletischer Spieler, so einen Aufbau hatten wir in Deutschland noch nie. Einer der so schnell ist, einer der so gut zum Korb ziehen kann, der aber auch mit Übersicht spielen kann. Es macht unglaublich Spaß ihm zuzuschauen. Er hat eine Präsenz mit 21, das ist beeindruckend, wie er sich im Spiel gibt, wie er schnell spielt, aber dennoch den Blick für den offenen Mann behält.

Kann das ein Schlüssel werden, auch jetzt mit Dennis zusammen, dass mehr Räume für Sie entstehen zum Werfen?

Nowitzki: Das müssen wir natürlich zu unserer Stärke nutzen, aber wie gesagt, das haben wir vorgestern besser gemacht. Wenn wir Stops hinten holen, wenn wir Rebounds holen, dann kann er mit vollem Anlauf auf die Verteidigung draufhauen, dann kommt er durch, dann hat er nur einen Mann vor sich. Wenn wir jedes Mal den Ball rausnehmen müssen, dann spielen wir gegen eine Verteidigung, die schon auf ihn wartet, die drei, vier Leute um ihn rum haben, dann wird es auch schwer für ihn, dann in die Zone zu kommen.

Wie sehen Sie sich selbst auf dem Weg zur EM im September?

Nowitzki: Ich persönlich fühle mich ganz gut, ich hätte nicht gedacht, dass ich nach dem zweiten Spiel schon relativ gut rauf und runterkomme. Ich bin von mir positiv überrascht, aber der Spielrhythmus muss noch besser werden. Dann schauen wir was in Berlin geht, wir haben noch über zwei Wochen Zeit, uns besser einzuspielen, die Systeme müssen noch natürlicher für uns werden. Wenn du auf dem Spielfeld das Denken anfängst, ist es meistens schon zu spät. Ich glaube einige Mannschaften haben mehr Talent als wir, aber wir müssen Kampfkraft zeigen, hinten gut stehen und das heimische Publikum muss uns tragen.

dpa

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