27 Nowitzki-Punkte zu wenig - Mavericks verlieren

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Dirk Nowitzki

Dallas - Eine unerwartete Heimniederlage gab es für Dirk Nowitzki und die Dallas Mavericks. Obwohl sie das Spiel gegen die Memphis Grizzlies lange Zeit im Griff hatten, verloren sie 90:91. Nowitzki war enttäuscht.

Erster Rückschlag für Dirk Nowitzki und die Dallas Mavericks: Nach einem Fehlpassfestival verloren die Texaner ihr zweites Heimspiel der Saison gegen die Memphis Grizzlies mit 90:91 und verärgerten ihren Coach Rick Carlisle damit gewaltig. “Ich dachte eigentlich, die Jungs hätten es verstanden, aber anscheinend muss ich es noch deutlicher ansprechen“, schimpfte Carlisle angesichts von 20 Ballverlusten, die die Grizzlies zu 19 Punkten nutzten. Auch 27 Zähler von Nowitzki konnten die Heimniederlage am Freitagabend (Ortszeit) nicht verhindern.

Was er beim Freiwurf singt: So tickt Dirk Nowitzki

Dirk Nowitzki ist weltweit einer der bekanntesten deutschen Sportler. Wir präsentieren Wissenswertes über den NBA-Superstar, das Sie überraschen könnten... © picture alliance / dpa
Sein ganzer Name lautet Dirk Werner Nowitzki. © picture alliance / dpa
Nowitzki ist eine absolute Identifikationsfigur in Dallas, seiner zweiten Heimat nach Würzburg. Er hatte im Laufe der Jahre verschiedene Spitznamen, unter anderem German Wunderkind, Dirkules, Dirk Diggler oder Dunking Deutschman. © picture alliance / dpa
Nowitzkis Schwester Silke arbeitete fürs Liga-Fernsehen NBA TV. © picture alliance / dpa
Als Dirk Nowitzki zu den Dallas Mavericks kam, war seine Abwehrarbeit alles andere als meisterlich. Deswegen strichen spitzfindige Fans kurzerhand das D für Defense aus seinem Vornamen und nannten ihn frech "Irk". © picture-alliance / dpa/dpaweb
Im Urlaub legt sich Nowitzki nicht auf die faule Haut, sondern rackert mit seinem Mentor Holger Geschwindner in einer Turnhalle in Rattelsdorf nahe Bamberg. © picture alliance / dpa
Nowitzki wurde in den USA 1997 ein Begriff. Beim Nike Hoop Summit, bei dem eine NBA-Auswahl gegen eine Horde europäischer Talente antrat, dunkte der junge Deutsche über NBA-Legende Charles Barkley. Dieser fragte in der anschließenden Pressekonferenz nach Nowitzkis Namen und empfahl ihm, in die USA zu kommen. © picture alliance / dpa
Individuell am Höhepunkt: 2007 bekam Nowitzki den MVP-Award und wurde praktisch zum besten Spieler der Welt ernannt. © picture-alliance/ dpa
In den ersten Jahren seiner NBA-Karriere war der kanadische Aufbauspieler Steve Nash Nowitzkis bester Kumpel. Beide wurden später unabhängig voneinander zum MVP ernannt, dem wertvollsten Spieler. © picture alliance / dpa
Dirk Nowitzki hätte möglicherweise auch als Tennisspieler Karriere machen können. In seiner Jugend zählte er zu den größten deutschen Talenten. Dann legte er den Schläger zur Seite und konzentrierte sich voll auf Basketball. © picture alliance / dpa
Beim US-Volkssport Baseball macht Nowitzki eher eine mittelprächtige Figur, aber Basketball liegt ihm in den Genen: Nowitzkis Mutter Helga spielte einst für die deutsche Basketball-Nationalmannschaft, sein Vater Jörg war Handballer. © picture alliance / dpa
Der einzige gebürtige Deutsche, der außer Nowitzki jemals den großen Durchbruch in der NBA schaffte, war Detlef Schrempf (l.). Im Vergleich zu Schrempf war es Nowitzki stets ein Anliegen, die deutsche Nationalmannschaft selbst nach der antrengenden NBA-Saison bei wichtigen Turnieren zu vertreten. © AFP
Logische Konsequenz: Nowitzki durfte bei Olympia 2008 in Peking die deutsche Flagge tragen. © picture-alliance/ dpa
Nowitzki und die Haarpracht: Im Laufe der Jahre trug er so ziemlich alles vom Stoppellook über die Boygroup-Gelfrisur bis hin... © picture-alliance/ dpa
... zur Langhaar-Matte. Als er mal besonders lange nicht beim Friseur war, verkleideten sich einige Fans mit Wischmob auf dem Kopf als Nowitzki. © picture alliance / dpa
Nowitzki wurde beim NBA-Draft von den Milwaukee Bucks ausgewählt, für die er aber nie spielen sollte, weil er sofort zu den Dallas Mavericks weitertransferiert wurde. Dort trägt er bis heute die Nummer 41. © picture alliance / dpa
Nowitzki spielt in seiner Freizeit Saxophon und Gitarre. Entsprechende Videos kursieren im Internet. © picture alliance / dpa
2009 erlitt Nowitzki emotional Schiffbruch, als die Beziehung zu seiner Verlobten Crystal Taylor platzte. Sie führte ein kriminelles Doppelleben und musste ins Gefängnis. © picture-alliance/ dpa
Mittlerweile hat Nowitzki eine neue Liebe gefunden. Im Sommer 2012 gaben sich der Basketballer und die Schwedin Jessica Olsson in der Karibik das Ja-Wort. © picture alliance / dpa
Nowitzki ist bekannt für seine Bescheidenheit. In den ersten Jahren seiner NBA-Karriere leistete er sich als Multimillionär nicht mehr als eine Wohnung und einen geräumigen Gebrauchtwagen, in dem seine Körpergröße keine Probleme darstellte.  © picture alliance / dpa
Dirk Nowitzki singt beim Freiwurf "Looking for Freedom" von David Hasselhoff. Natürlich nicht voller Inbrunst, sonder nur ganz leise, um sich besser konzentrieren zu können. © picture alliance / dpa

Symptomatisch für die unkonzentrierte Spielweise der “Mavs“ waren die entscheidenden letzten sechs Sekunden der Partie. Beim Stand von 91:90 für die Gäste versuchte Spielmacher Jason Kidd gleich zweimal einen Einwurf zu Jason Terry zu bringen. Doch beide Male unterlief den beiden erfahrenen Spieler ein Fehler, so dass die Mavericks zu keinem Wurf mehr kamen.

Nowitzki hatte sein Team 70 Sekunden vor dem Ende mit 90:89 in Führung gebracht, danach nahm das Unheil seinen Lauf. “Sechs Sekunden sind im Basketball eine Ewigkeit. Wir haben es einfach schlecht ausgespielt, es ist eine richtig dumme Niederlage“, sagte der Würzburger enttäuscht.

Für ihn ging im American Airlines Center zugleich eine bemerkenswerte Serie zu Ende: Seit dem 29. März hatte der Deutsche in Spielen 82 Freiwürfe in Serie verwandelt, diesmal verfehlte er den Korb im zweiten Viertel. Der NBA-Rekord - 97 Freiwürfe - von Michael Williams (Minnesota) hält nun schon seit 17 Jahren.

Auch Coach Carlisle war bedient. “Wir haben sie bei 38 Prozent aus dem Feld gehalten und selbst 47 Prozent unserer Würfe getroffen. Das sind Zahlen eines Gewinners. Doch 20 Turnovers sind Statistiken eines Verlierers“, schimpfte der Trainer.

Zwei Tage nach dem überzeugenden Auftaktsieg gegen die Charlotte Bobcats erwischte Dallas erneut einen guten Start und entschied die ersten beiden Viertel mit insgesamt 50:41 für sich. Doch nach dem Seitenwechsel schlichen sich viele Unkonzentriertheiten ein, die die Grizzlies zu ihrem ersten Sieg nutzten. Bester Werfer bei Memphis war Rudy Gay mit 21 Punkten.

Langsam in Fahrt kommen die Miami Heat. Das neue Starensemble der NBA gewann sein erstes Heimspiel gegen die Orlando Magic überraschend deutlich mit 96:70. “Das war heute eine historische Nacht für unseren Club. Danke an die Fans, sie waren fantastisch“, sagte LeBron James, der sich mit 15 Punkten begnügte. Bester Werfer bei Miami war Dwyane Wade mit 26 Zählern.

Titelverteidiger Los Angeles Lakers gewann bei den Phoenix Suns mit 114:106. Kobe Bryant war mit 25 Punkten wieder einmal bester Schütze. Die zweite Niederlage setzte es dagegen für Chris Kaman und die Los Angeles Clippers. Bei den Golden State Warriors unterlagen die Kalifornier 91:109, der deutsche Nationalspieler holte 13 Punkte.

dpa

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